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Lufthansa Technik reinigt Wärmetauscher automatisch

Der Einsatz von Robotern in der Wartung und Instandhaltung nimmt weiter zu. Die Lufthansa Technik hat nun die weltweit erste automatisierte Reinigungsanlage für Triebwerks-Wärmetauscher in Betrieb genommen.

28.09.2018

Lufthansa Technik hat in Hamburg die erste automatisierte Wärmetauscher-Reinigungsmaschine in Betrieb genommen. © Lufthansa Technik

Die Wartung ökonomischer und umweltfreundlicher zu gestalten, ist ein Ziel, das unter anderem durch den Einsatz von Automaten gelingen kann. Die Lufthansa Technik AG hat jetzt die von ihr entwickelte, weltweit erste Dampfreinigungsanlage für Triebwerks-Wärmetauscher in Hamburg in Betrieb genommen. Damit lassen sich nach Angaben des Unternehmens alle Wärmetauscher gängiger Triebwerksmuster ohne den Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln waschen. Wasserdampf wird dabei unter Druck auf den zu reinigenden Wärmetauscher gespritzt. Das Verfahren wurde vom Deutschen Patentamt bereits als patentfähig eingestuft. Es ist nicht nur deutlich effizienter als die bisherige manuelle Reinigung, sondern schont neben Ressourcen auch die Umwelt – ganz im Sinne von Green MRO.

Wärmetauscher befinden sich an verschiedenen Stellen im Triebwerk. Sie regeln die Temperatur der durchströmenden Luft für die Verdichterstufen, die Brennkammer und die Turbinen. Durch Ablagerungen verlieren sie jedoch an Wärmeleitfähigkeit und Wirkungsgrad. Durch eine regelmäßige Reinigung lässt sich die ursprüngliche Wärmeleitfähigkeit wiederherstellen.

Anlage arbeitet automatisch

Die neue Dampfreinigungsanlage der Lufthansa Technik lässt sich individuell auf jeden Wärmetauscher der verschiedenen Triebwerke und den jeweiligen Verschmutzungsgrad einstellen. Die Reinigung erfolgt vollautomatisch. Eine manuelle Reinigung hat bisher durchschnittlich 16 Arbeitsstunden erfordert. Nun ist jeder Wärmetauscher schon nach einer Stunde komplett gereinigt.

Lufthansa Technik hat die Anlage an den „Digital Shop Floor“ angeschlossen. So können die Ingenieure von ihrem Arbeitsplatz aus sehen, wann ein Wärmetauscher fertig gereinigt ist und wieder im Triebwerk eingebaut werden kann. „Mit der neuen Anlage stellt Lufthansa Technik nicht nur seine Innovationskraft unter Beweis, sondern setzt auch einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur digital vernetzten Triebwerksinstandhaltung von morgen“, sagte Projektleiterin Anna Balka.

Volker K. Thomalla

 

 

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