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Airbus reduziert die A380-Fertigungskadenz

Bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse der Airbus Group hat Airbus-Chef Tom Enders angekündigt, die Fertigungsrate des Airbus A380 bis zum Jahr 2019 auf acht pro Jahr zu reduzieren. 

28.07.2017

Airbus hat am Vortag der Paris Air Show den Airbus A380plus mit Winglets und erhöhter Abflugmasse vorgestellt. © P. Pigeyre/Airbus

Auf der Paris Air Show im vergangenen Monat hat Airbus noch den Airbus A380plus vorgestellt, der mit einigen Modifikationen wie Winglets und mehr Passagierplätzen die potenziellen Kunden wieder locken sollte. Doch dieser Plan ging offensichtlich nicht so richtig auf. Bei der heutigen Bekanntgabe der Halbjahreszahlen des Konzerns gab Airbus-Chef Tom Enders bekannt, dass angesichts der derzeitigen Auftragseingänge für das Muster „die Auslieferungen im Jahr 2019 auf acht Flugzeuge angepasst werden“. 2018 sollen noch zwölf der Airbus-Riesen an Kunden übergeben werden. Im Vergleich zu 28 Flugzeugen dieses Typs im vergangenen Jahr ist dies eine fast schon dramatische Kürzung der Fertigungskadenz. Airbus-Verkaufschef John Leahy hatte im Januar noch gesagt, dass er nicht an ein Ende des größten Flugzeugs in der Airbus-Produktpalette glaube.

Auch die 747 leidet unter Absatzschwäche

Die großen Vierstrahler haben derzeit ein globales Absatzproblem. Auch Boeing hat die Fertigungszahlen der Boeing 747-8 reduziert und verkauft – wenn überhaupt derzeit nur Fracht-Jumbos oder 747 als VVIP-Flugzeuge. Mit der letzten 747-8I für Korean Air steht die Auslieferung des letzten Exemplars einer Passagier-747-8 an einen Airline-Kunden kurz bevor.

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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