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Airbus strebt 860 Auslieferungen in diesem Jahr an

In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 hat Airbus seinen konsolidierten Umsatz erhöht (um 14 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro) und 571 Flugzeuge ausgeliefert (gegenüber 503 im Vorjahr). Boeing als Wettbewerber ist durch vom Grounding der 737 MAX betroffen und kommt auf 301 Auslieferungen in den ersten neun Monaten (gegenüber 568 im Vorjahr).

31.10.2019

Airbus hat am 10. Oktober 2019 das 1.000. Exemplar eines Flugzeugs der A320neo-Familie an einen Kunden übergeben. © Airbus

Der Rückgang der Auslieferungen bei Boeing um 47 Prozent ist deutlich, aber allein auf die Probleme mit der 737 MAX zurückzuführen. Der Umsatz des Aersoapce-Giganten fiel dadurch in den ersten neun Monaten dieses Jahres um knapp 39 Prozent auf 41 Milliarden US-Dollar. Der europäische Flugzeughersteller hat diese Ergebnisse vor allem durch den Produktionshochlauf der A320neo-Familie und die finanzielle Stärke des A350-Programms geschafft, das „im Laufe des Jahres die Gewinnschwelle erreicht“ hat.

Zum 30. September 2019 standen bei Airbus noch abzuarbeitende Aufträge für 7.133 Verkehrsflugzeuge. Unter den 571 in diesem Jahr ausgelieferten Flugzeugen befanden sich 33 Flugzeuge der A220-, 422 Flugzeuge der A320-Familie, 34 Flugzeuge der A330-, 77 Flugzeuge der A350- und 5 Flugzeuge der A380-Familie. Für das Gesamtjahr strebt Airbus eine Zahl von 860 Auslieferungen an, das sind 20 bis 30 weniger als noch zu Jahresbeginn geplant.

Am 2. Juli 2019 ist die erste A350-1000 für British Airways in Toulouse zu ihrem ersten Testflug gestartet. © P. Masclet/Airbus

Airbus Helicopters hatte in einem schwierigen Marktumfeld 209 Hubschrauber ausgeliefert und verzeichnete einen stabilen Umsatz sowie einen Anstieg des Volumens der Serviceaktivitäten. Im September hatte Airbus Helicopters den 1000. Super Puma ausgeliefert.

In den Monaten Januar bis September verezichnete Airbus 303 Bruttoaufträge für Verkehrsflugzeuge (im Vorjahreszeitraum waren es 311 Bruttobestellungen), sowie 127 Nettoaufträge (Vorjahr 256), darunter allein im dritten Quartal 20 für die A330neo- und 22 für die A350 XWB.

Ziel: Monatliche Produktion von 63 A320

In seinen Erläuterungen zu den Zahlen der ersten drei Quartale des Jahres sagte  Guillaume Faury, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus, man strebe für 2021 eine monatlichen Produktionsrate von 63 Exemplaren der A320-Familie an. 388 der insgesamt 422 ausgelieferten Single Aisle-Jets entfielen auf die A320neo-Familie. Allerdings erwies sich der Produktionshochlauf der A321 ACF (Airbus Cabin Flex) schwieriger als erwartet und hinkte hinter den Erwartungen zurück. „Die Anstrengungen zur Verbesserung seiner industriellen Reife werden im Laufe des Jahres 2020 fortgesetzt“, teilte Airbus mit. Man sondiere weiterhin Möglichkeiten, den Anteil der A321 an der A321 an der aktuellen Produktionskapazität der A320-Familie zu erhöhen.

Airbus hat in den ersten drei Quartalen 2019 zehn A400M ausgeliefert. © Rich Cooper

Das A400M-Programm ist immer noch nicht profitabel, aber der Mittelabfluss bei der A400M verringere sich, so der Hersteller. 2019 wurden bisher zehn A400M ausgeliefert. Damit sind 84 Militärtransporter dieses Typs bei Kunden im Betrieb.

Das konsolidierte bereinigte EBIT des Konzerns stieg in den ersten neun Monaten auf 4,133 Milliarden Euro (2018: 2,738 Milliarden Euro) und wurde „in erster Linie von der Performance im zivilen Flugzeuggeschäft von Airbus getragen“.

 

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