Homepage » Industrie » Boeing feiert Roll-out der 737 MAX 7

Boeing hat heute morgen das Roll-out der der 737 MAX 7, gefeiert. Die kleinste Version der erfolgreichen Narrowbody-Familie ist gleichzeitig auch die Variante mit der größten Reichweite. Der Erstflug soll in wenigen Wochen erfolgen. 

5.02.2018

Boeing hat am 5. Februar das Roll-out der kleinsten 737 MAX-Version gefeiert. © Boeing

Nach der Boeing 737 MAX 8 und der 737 MAX 9 ist heute morgen noch vor Sonnenaufgang in Renton bei Seattle das erste Exemplar der dritten Version des Bestsellers aus der Fabrikhalle gerollt. Trotz der frühen Stunden wohnten Tausende Mitarbeiter des Herstellers dem Ereignis bei. Während die Serienfertigung und die Auslieferungen der 737 MAX 8 als erster Version bereits auf vollen Touren laufen, befindet sich die 737 MAX 9, die zweite Version, derzeit noch in der Flugerprobung. Diese soll im Laufe dieses Jahres mit der Zulassung abgeschlossen werden.

Das kleinste Mitglied der 737 MAX-Familie, die 737 MAX 7, wird in wenigen Wochen mit der Flugerprobung beginnen. Die 737 MAX 7 hat eine Kapazität bei typischer Bestuhlung von 172 Passagieren und bietet ihren Betreibern eine Reichweite von 3.850 nautischen Meilen (7.130 Kilometer). Damit ist sie die 737 MAX-Version mit der größten Reichweite. Das Modell mit der größten Kapazität, die 737 MAX 10, kann bei einer typischen Bestuhlung 230 Passagiere aufnehmen und 3.300 nautische Meilen (6.110 Kilometer) nonstop fliegen.

1.000 Meilen höhere Reichweite

Im Vergleich zu ihrer direkten Vorgängerin, der Boeing 737-700, fliegt die 737 MAX 7 1.000 nautische Meilen (1.852 Kilometer) weiter und hat dabei auch noch rund 18 Prozent niedrigere Treibstoffkosten pro Sitzplatz.

Die Muster der 737 MAX-Familie verfügen über eine hohe Baugleichheit, die es dem Hersteller erlaubt, ein reduziertes Flugerprobungsprogramm zu fahren. Die 737 MAX 7 wird – wie die anderen Mitglieder der Familie auch – von zwei LEAP-1B-Turbofans von CFM International angetrieben.

Mit einer Länge von 35,56 Metern ist sie 3,56 Meter kürzer als das nächstgrößere Muster, die 737 MAX 8 und sogar 8,24 Meter kürzer als die 737 MAX 10.

„Für Airline-Kunden, die hochgelegene oder abseits gelegene Flughäfen bedienen, ist die MAX 7 die ideale Ergänzung ihrer Flotte“, sagte Leith Leverkuhn, Boeing-Vorstandsmitglied und General Manager des 737 MAX-Programms, beim Roll-out. „Dies ist das dritte Mitglied der 737 MAX-Familie, welches unser Team in nur drei Jahren gebaut hat.“

Erstflug der 737 MAX 7 in wenigen Wochen

Die erste 737 MAX 7 wird nun auf Herz und Nieren geprüft. Dann füllen Boeing-Mitarbeiter erstmalig die Tanks und führen die ersten Triebwerkstestläufe in Renton durch. Erst nachdem alles zur Zufriedenheit der Ingenieure funktioniert, wird das neue Muster zu seinem ersten Flug freigegeben. Das Flugerprobungsprgramm soll rund ein Jahr in Anspruch nehmen und mit der FAA-Zulassung enden. Erstkunde für das Muster ist Southwest Airlines, die 2019 sieben Exemplare übernehmen wird. Southwest Airlines ist nicht nur der größte 737-Betreiber mit einer Flotte von 698 Flugzeugen, sie ist mit insgesamt 240 Bestellungen auch der größte Kunde für die 737 MAX.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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