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Boeing stellt eine vollständig folierte 787-9 vor

Boeing will seinen Kunden durch eine Komplett-Folierung mehr Möglichkeiten bei der farblichen Gestaltung ihrer Boeing 787 Dreamliner bieten als es mit einer Lackierung möglich wäre. Das erste Testflugzeug mit einer Komplett-Folierung ist beispielhaft in den Farben einer Boeing-Stiftung ausgeführt, die gemeinnützige Projekte unterstützt.

26.08.2019

Die Boeing 787-9 wirbt für den Boeing Employees Community Fund, der Projekte in Gemeinden unterstützt, in denen Boeing vertreten ist. © Boeing

Flugzeuge sind nicht nur ein Transportmittel, sie sind auch ein Aushängeschild des Luftfahrtunternehmens und eine riesige, populäre Werbefläche. Der Aufwand ist enorm, um ein Verkehrsflugzeug zu lackieren. Deshalb greifen Airlines bei temporär vermieteten Werbeflächen gerne zu Folien, die auf eine neutrale Grundlackierung aufgebracht werden, da diese einfacher aufzubringen und später wieder zu entfernen sind als eine komplette Lackierung.

Folie statt Lack

Boeing hat nun eine Boeing 787-9 Dreamliner vorgestellt, die komplett foliert und nicht lackiert wurde. Dieser Widebody-Jet ist der erste Dreamliner, der anstelle einer kompletten Lackierung vollständig foliert wurde. Das Flugzeug mit  dem Kennzeichen N1015B war ursprünglich für Hong Kong Airlines bestimmt.

Die Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen N1015B wurde komplett beklebt und nicht lackiert. © Boeing

Die Folierung zeigt einen Farbverlauf über die gesamte Rumpflänge, bei dem die Farbe von Blau am Bug bis Pink am Heck wechselt. Die Beschriftung wirbt für den Employees Community Fund of Boeing (ECF). Die 1948 gegründete Stiftung von Boeing-Angestellten unterstützt gemeinnützige Projekte aller Art an Boeing-Standorten. seit ihrer Gründung hat der ECF über eine Milliarde US-Dollar (900 Millionen Euro) gesammelt und gestiftet.

Die Folierung des Flugzeugs zeigt 787-Kunden die grafischen Möglichkeiten, die sich durch dieses Verfahren bieten. Sie können Fotos, komplexe Logos oder Grafiken auf dem Flugzeug aufbringen, die durch eine Lackierung nicht realisierbar wären. Die Folien sind nach Angaben von Boeing genauso haltbar wie eine Lackierung.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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