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747 Dreamlifter bringen Schutzausrüstung nach South Carolina

Boeing hat für die medizinische Universität von South Carolina Tonnen von persönlicher Schutzausrüstung in den unteren Frachträumen von drei 747 Dreamlifter nach South Carolina transportiert. Damit kann die Uniklinik ihre Testkapazitäten ausweiten und so helfen, die Covid-19-Pandemie einzudämmen. 

12.05.2020

Alle drei Dreamlifter kamen aus Nagoya und flogen über Seoul, Anchorage und Everett nach Charleston, um die medizinische Schutzausrüstung und 787-Komponenten zu liefern. © Boeing

Derzeit wird für den Transport von medizinischer Schutzausrüstung alles mobilisiert, was irgendwie Luftfracht transportieren kann. Einige europäische Airlines haben sogar Single Aisle-Flugzeuge nach Asien geschickt, um die dringend benötigten Mengen an Schutzkleidung, Brillen und Masken zu holen. Selbst die Antonow An-225 Mriya ist derzeit regelmäßig unterwegs, um große Mengen Schutzausrüstung aus China nach Europa beziehungsweise Nordamerika zu bringen.

Während die 787-Komponenten wie gewohnt auf dem Hauptdeck verstaut waren, flog die medizinische Schutzausrüstung auf Paletten im Unterdeck der Dreamlifter nach Charleston. © Boeing

Boeing hat nun gleich drei Exemplare der Boeing 747 Dreamlifter eingesetzt, um medizinische Schutzausrüstung aus Asien nach Charleston im US-Bundesstaat zu fliegen. In Zusammenarbeit mit der Medical University of South Carolina (MUSC) hat der Aerospace-Konzern über 150.000 Atemmasken, Schutzbrillen und transparente Gesichtsschilde für die Beschäftigten der MUSC in Asien beschafft.

Transport im Dreamlifter-Unterdeck

Ein Dreamlifter verfügen über ein Frachtraumvolumen von 1.840 Kubikmetern. Dieses Volumen wurde aber beim Transport, der gestern in Charleston ankam, nicht benötigt. Auf dem Oberdecks der drei Dreamlifter befanden sich nämlich Bauteile und Komponenten für die Boeing 787 Dreamliner. Die medizinische Schutzausrüstung brachten die Dreamlifter in den Frachträumen im Unterdeck mit an die Ostküste der USA.

Die drei Dreamlifter (Kennzeichen N747BC, N718BA, N249BA) waren in Nagoya in Japan gestartet und nach Seoul geflogen, wo sie die Schutzausrüstung übernahmen. Von dort ging es mit Zwischenlandungen in Anchorage in Alaska über Everett im US-Bundesstaat Washington nach Charleston, wo alle drei Riesentransporter innerhalb eine Stunde landeten.

Boeing-Präsident Dave Calhoun sagte: „Mit der heutigen Lieferung bringen wir wichtige persönliche Schutzausrüstung für das medizinische Fachpersonal von South Carolina, das an vorderster Front kämpft und unterstützen die MUSC  in ihrem Kampf gegen sie Covid-19-Pandemie.  Ich bin unglaublich stolz auf unsere Boeing-Teammitglieder auf der ganzen Welt und auf ihre Arbeit, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Covid-19 zu stoppen. Ich bin auch unseren Regierungs- und Industriepartnern dankbar, die sich unserer Initiative gegen diese Pandemie angeschlossen haben.“

Die drei Boeing Dreamlifter N718BA, N249BA und N747BC in Charleston nach dem Entladen. © Boeing

David J. Cole, der Präsident der Uniklinik von von South Carolina, sagte: „Im Namen unserer gesamten MUSC-Familie möchte ich dem Boeing-Team herzlich dafür danken, dass es die heutige kritische Lieferung an persönlicher Schutzausrüstung möglich gemacht hat. Diese Schutzbrillen und Gesichtsschilde  ermöglichen es uns, unsere Kapazitäten, auf Covid-19 zu testen weiter auszubauen. Ein besserer Zugang zu Tests in den Gebieten mit dem größten Bedarf in unserem Bundesstaat ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Wir müssen unsere schwächsten Bevölkerungsgruppen weiterhin schützen.“

Boeing plant weitere Missionen dieser Art, um in naher Zukunft 400.000 weitere persönliche Schutzausrüstungen für die Universität von South Carolina zu transportieren.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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