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Boom Supersonic sucht Standort für die Endmontage

Auf der Dubai Airshow hat Boom Supersonic bekanntgegeben, dass sie derzeit aktiv auf der Suche nach einem Standort für die Endmontage ihres überschallschnellen Airliners sind. Im Frühjahr 2018 will das Unternehmen den Auswahlprozess formal starten.

13.11.2017

Der Überschall-Airliner Boom soll bis zu 55 Passagiere fassen. © Boom Supersonic

Blake Scholl, der Gründer und Hauptgeschäftsführer der Firma Boom Supersonic, sagte heute auf der Dubai Airshow, dass seine Firma aktiv auf der Suche nach einem Standort für die Endmontage des Überschallflugzeuges ist. Er könne überall auf der Welt liegen, auch in der Golfregion. Das Engineering und die Teilefertigung sollten jedoch in den Vereinigten Staaten verbleiben.

Boom will das Erbe der Concorde antreten

Boom Supersonic will ein überschallschnelles Verkehrsflugzeug mit 55 Passagiersitzen entwickeln und bauen. Zuvor soll jedoch ein herunterskaliertes Experimentalflugzeug mit der Bezeichnung XB-1 die grundlegenden Konstruktionsmerkmale des späteren Airliners verifizieren. Die XB-1 wird mit Triebwerken von General Electric, Avionik von Honeywell und 3D-gedruckten Teilen von Stratasys fliegen“, sagte Scholl im Juni dieses Jahres während der Paris Air Show. „Wir haben nun alles, was notwendig ist, um das erste unabhängig entwickelte Überschall-Flugzeug in der Geschichte zu entwicklen. Wir haben die Finanzierung, das technische Design und die Produktionspartner“, ergänzte er seinerzeit.

Boom Supersonic will mit dem XB-1 Demonstrator schon im nächsten Jahr zum Erstflug starten. Die Flugerprobung ohne Überschallflüge soll vom Centennial Airport in der Nähe von Denver stattfinden, für die Überschallflüge will die Firma zur Edwards Air Force Base nach Kalifornien ausweichen.

Nach Firmenangaben liegen Boom bislang 76 nicht-rückzahlbare Bestellungen für den überschallschnellen Airliner vor, der 2023 auf den Markt kommen soll.

Volker K. Thomalla

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • daywalker

    Nur sechs Jahre(!) bis zum EIS? Ja, klar, läuft schon. Als langjähriger Wegbegleiter der Luftfahrt fällt mir ein Moltke-Zitat ein: Kein noch so perfekter Plan überlebt den ersten Angriff. Und kein noch so schön geplantes, aber hochkomplexes Überschallprojekt, wird den Zeitplan auch nur annähernd einhalten. Da wette ich um die „übliche Summe“.

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