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Der zweite BelugaXL ist geflogen, Airbus stockt die Flotte auf

Airbus wird ein sechstes Exemplar des XXL-Transportflugzeugs BelugaXL in Auftrag geben. Derweil ist das zweite Exemplar des Airbus-Spezialtransporters in Toulouse zum Erstflug gestartet.

17.04.2019

Die ersten beiden BelugaXL-Spezialtransportflugzeuge in Toulouse. © S. Ramadier/Airbus

Am 15. April um 10.15 Ortszeit ist der zweite Airbus-Spezialtransporter vom Typ Airbus BelugaXL zu seinem Erstflug gestartet. Das XXL-Flugzeug landete nach einer Flugzeit von fünf Stunden und 30 Minuten wieder auf seinem Startflugplatz Toulouse-Blagnac.  Die zweite BelugaXL wird jedoch nicht für die Nachweisflüge für die Zulassung des Musters benötigt, diese wurden komplett vom ersten Exemplar bewältigt. Airbus rechnet mit der Zulassung im Sommer. Der Hersteller benötigt das neue Transportflugzeug, um damit effizienter als bisher Bauteile und Komponenten zwischen seinen europäischen Werken zu transportieren.

Bisher hatte der Hersteller einen Bedarf von fünf BelugaXL gesehen, nun hat er den Bedarf um ein Exemplar erhöht. Airbus hat ein sechstes Exemplar in Auftrag gegeben. Bis 2023 sollen alle sechs BelugaXL ausgeliefert sein.

Zwei A350-Flügel pro Flug

Die neuen Transporter sind mit einer Länge von 63,10 Meter sechs Meter länger und mit einem Rumpfdurchmesser von 8,80 Meter einen Meter breiter als die heute eingesetzten Beluga ST. Sie können bis zu sechs Tonnen mehr Fracht transportieren. Dadurch ist es möglich, auf einem Flug zwei Airbus A350-XWB-Tragflächen zu transportieren, und nicht nur eine, wie in der Beluga ST. Die Reichweite bei maximaler Zuladung von 51 Tonnen beträgt 2.200 nautischen Meilen (4.000 Kilometer).

Obgleich die BelugaXL die bisher eingesetzten Beluga ST auf Basis des Airbus A300 ablösen, hat Airbus nun mitgeteilt, dass die Ablösung keineswegs das Ende des Beluga ST bedeute. Die Flugzuge hätten noch eine Lebensdauer von zehn bis zwanzig Jahren vor sich. Man denke momentan darüber nach, wie man mit den Beluga ST verfahren werde. Möglich sei, dass die Flugzeuge von Airbus verkauft würden, eine andere Option bestehe darin, dass Airbus die Kapazitäten der Beluga ST selbst auf dem Markt anbieten werde. Philippe Sabo, Leiter von Airbus Transport International – der Airbus-Tochter, die die Beluga ST betreibt – sagte: „Man kann sagen, dass wir die Beluga ST in die Wildnis entlassen.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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