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Dornier 328 Turboprop soll wieder gebaut werden

Die Dornier 328 wird wieder gebaut. Die Produktion des 2002 eingestellten Flugzeugmusters soll am Flughafen Leipzig/Halle etabliert werden. 

16.08.2019

Die Sierra Nevada will die Dornier 328 in der Turboprop-Version in Leipzig bauen. © Volker K. Thomalla

Der US-Hersteller Sierra Nevada Corporation will über seine in Oberpfaffenhofen beheimatete Tochterfirma 328 Support Services das zweimotorige Turboprop-Flugzeug Dornier 328 wieder in Serie bauen. Das Comeback des Flugzeugs wurde durch eine Einladung des Landes Sachsen zu einer nationalen Luftfahrtkonferenz am 21. August bekannt. Bereits vor drei Jahren hatte das Unternehmen Pläne bekanntgegeben, die 328 wieder in Serie zu produzieren zu wollen. Damals wurde verlautbart, dass als Standort für die Produktion sowohl Bremen als auch der Flughafen Leipzig/Halle in Frage kämen.

Größter Betreiber ist die US Air Force

Das sächsische Wirtschaftsministerium schreibt in seiner Einladung an die Presse: „Die 328 Support Services – Inhaber der Musterzulassung der Dornier 328 – wird zusammen mit der Sierra Nevada Corporation und in Anwesenheit von Vertretern der Bundesregierung und der sächsischen Landesregierung die Gründung eines neuen Flugzeugherstellers am Flughafenstandort Leipzig/Halle bekanntgeben.“ 

Die Dornier 328 hatte einen Nischenmarkt besetzt. Das Special Operations Command der US Air Force betreibt 20 Exemplare des Musters seit 2011 unter der Bezeichnung C-146A Wolfhound. Die größten zivilen Betreiber sind die dänische Regionalfluggesellschaft Sun-Air mit zwölf Exemplaren sowie die Private Wings aus Schönefeld mit zehn Exemplaren. Insgesamt wurden 220 Dornier 328 gebaut (jeweils 110 Dornier 328 Turboprop sowie die gleiche Anzahl von Dornier 328 Jet) bevor die Produktion des Musters eingestellt wurde.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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