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Embraers Hai ist zurück in Europa

Optisch hat die Embraer E190-E2 bei der Farnborough Airshow im Juli das Static Display dominiert. Nun hat der Hersteller den Regionaljet aus Brasilien zurück nach Europa geschickt. Hier absolviert er im September eine Demo-Tour durch 15 Länder.

11.09.2018

Embraers "Hai" ist zurück: Der brasilianische Hersteller hat seine E190-E2 mit der Profit Hunter-Sonderlackierung für eine Demotour nach Europa geschickt. © Embraer

Bei der Farnborough International Airshow hatte Embraer neuer Regionaljet Embraer E190-E2 nicht nur mit seiner spektakulären Lackierung mit einem Haifischkopf für Aufsehen gesorgt. Von der Messe in Großbritannien startete das Flugzeug zu einer Demotour durch Afrika und danach durch die USA, wo es mehrere potenzielle Kunden besuchte.

Embraer E190-E2

Doch nun ist der „Hai“ zurück in Europa. Embraer wird ihn bis Ende September in nicht weniger als 15 Ländern vorführen. Der erste Stop auf der Demo-Tour war Warschau in Polen. Das Flugzeug ist ja bereits seit April dieses Jahres bei der norwegischen Regionalfluggesellschaft Widerøe im Dienst. Die drei Exemplare haben bislang zusammen über 2.000 Flugstunden gesammelt und eine Abflugzuverlässigkeit von über 99 Prozent erreicht.

Angetrieben von zwei Pratt & Whitney  PW1900G-Getriebfans zeichnen sich die Flugzeuge dieses Musters durch einen deutlich reduzierten Treibstoffverbrauch und durch sehr niedrige Geräuschemissionen aus. Das Nebenstromverhältnis des PW1900G an der E190-E2 beträgt aufgrund des 1,90 Meter großen Fans 12:1. Der tatsächliche Treibstoffverbrauch des Flugzeugs – so stellte es sich während der Flugerprobung heraus – lag unter dem, den die Ingenieure zu Beginn des Programms errechnet hatten. Dadurch konnte der Hersteller die garantierte Reichweite der E190-E2 auf 2.880 nautische Meilen (5.330 Kilometer) erhöhen.

Betreiber der neuesten E-Jet-Generation sparen auch Geld durch ein kurzes Training, wenn Piloten von den bisherigen E-Jets auf die E2-Generation umsteigen. Die Erfahrungen mit Widerøe hätten gezeigt, so Embraer, dass zweieinhalb Tage Training ausreichten, um auf das neue Muster umzusteigen.

Die E190-E2 glänzt auch durch lange Maintenance-Intervalle. Zwischen zwei Basic Checks liegen 10.000 Flugstunden. Kein anderes Verkehrsflugzeug hat derart lange Intervalle.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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