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Lockheed Martin beginnt mit der X-59 QueSST-Produktion

Die legendären Skunk Works von Lockheed Martin machen ernst: Sie haben in Palmdale im Auftrag der NASA mit der Fertigung des ersten Bauteils für das Überschall-Experimentalflugzeugs QueSST X-59 begonnen.

17.11.2018

Die X-59 QueSST ist das neueste NASA-Forschungsflugzeug. Es soll helfen, Technologien zu entwickeln, mit denen Überschallflug über Land möglich ist, ohne dass sich die Bewohner gestört fühlen. © NASA

Das Thema Überschall nimmt in den USA immer stärker Fahrt auf. Die Innovationstochter Skunk Works des Aerospace-Konzerns Lockheed Martin hat nun an ihrem Standort in Palmdale im US-Bundesstaat Kalifornien mit der Produktion des ersten Teils für das Überschall-Experimentalflugzeug X-59 QueSST (Quiet Supersonic Transport) angefangen.

„Der Produktionsbeginn dieses Projekts stellt einen großen Schritt vorwärts für die X-59 und die Zukunft des künftigen, leisen, gewerblichen Überschall-Luftverkehrs“, sagte Peter Iosifidis, der Manager für das Low Boom Flight Demonstrator-Programm bei Lockheed Martin Skunk Works. „Die lange, schlanke Konstruktion dieses Flugzeugs ist der Schlüssel, um einen geringen Überschallknall zu erreichen. Nun beginnen wir mit der Produktionsphase, die uns einen Schritt näher an den Überschall-Luftverkehr für Passagiere auf der ganzen Welt bringt.“ 

Das erste Teil für die X-59 QueSST wurde nun bei den Lockheed Martin Skunk Works in Palmdale im US-Bundesstaat Kalifornien gefräst. © Lockheed Martin

Zu Beginn dieses Jahres hatte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA Lockheed Martin damit beauftragt, einen Demonstrator für einen geringen Überschallknall (Low Boom Flight Demonstrator) zu bauen und ihm die offizielle X-Flugzeug-Bezeichnung X-59 gegeben.

Der Erstflug der X-59 ist für 2021 geplant

Der momentane Projektfahrplan sieht einen Erstflug der X-59 im Jahr 2021 vor. Das Flugzeug soll dafür genutzt werden, die Akzeptanz eines leisen Überschallknalls zu erforschen. Ziel der Forschungen ist es, einen akzeptablen Standard für Überschallflüge über Land zu definieren, der es erlaubt, das bisherige Verbot von Überschallflügen über Land zu ersetzen.

Das Experimentalflugzeug X-59 ist dafür ausgelegt, in 55.000 Fuß (16.764 Meter) Reisflughöhe mit einer Geschwindigkeit von 1.500 km/h zu fliegen. Der am Boden wahrnehmbare Überschallknall der X-59 soll nicht lauter sein als das Schließen einer Autotür, was einer Lautstärke von 75 Perceived Level dB (PLdB) entspricht.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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