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Lockheed Martin feiert Roll-out der LM-100J

Die neunte Serienversion des erfolgreichen Militärtransporters Lockheed Martin C-130J Super Hercules ist eine zivile Version: Der Hersteller feierte am Donnerstag das Roll-out der LM-100J genannten Variante in Marietta, im US-Bundesstaat Georgia.

9.02.2017

Die erste Lockheed Martin LM-100J wurde am 12. Februar in Marietta aus der Halle gerollt. © Lockheed Martin

Begleitet von über 700 Programmmitarbeitern verließ die erste LM-100J am 9. Februar bei strahlend-blauem Himmel das Lockheed-Werk in Marietta, Georgia. Das Muster ist die neunte in Serie gebaute Variante des robusten viermotorigen Militärtransporters C-130J Super Hercules. Die LM-100J präsentierte sich bei ihrem Debüt noch als „grünes“ Flugzeug, das heißt, es war noch nicht lackiert, die Oberflächen waren nur mit Schutzlack gegen Korrosion geschützt. Nun wird das Flugzeug der Flugtestabteilung übergeben, die es den notwendigen Tests für die ergänzende Musterzulassung unterziehen wird. Die militärische Variante verfügt auch über eine Zulassung der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, auf der die Zertifizierung der LM-100J beruhen wird. Die Lockheed-interne Modellbezeichnung lautet L-382J. Der Erstflug soll im Frühjahr stattfinden.

Die LM-100J Super Hercules wird von vier Turboproptriebwerken des Typs Rolls-Royce AE2100D3 angetrieben die je 4.591 Wellen-PS leisten. Als Propeller kommen Sechsblatt-Kunststoffpropeller vom Typ Dowty R391 zum Einsatz. Das Muster bietet sich für eine Vielzahl von Missionen an, die nur wenige andere Zivilflugzeuge erfüllen können: Transport von großen Frachten sowie von Personal von und zu unvorbereiteten Pisten, Feuerlösch- und Sprüheinsätze, Medevac- und Search-and-Rescue-Missionen. Von früheren Hercules-Versionen gab es ebenfalls zivile Muster, die L-100 Hercules. Lockheed Martin hat über 100 Exemplare davon verkauft.

Als bisher einzige Kunden für die LM-100J sind die in Irland beheimatete ASL Aviation Group sowie die in Arlington, Virginia, angesiedelte Bravo Industries in Erscheinung getreten. ASL hat 2014 eine Kaufabsichtserklärung für bis zu zehn Flugzeuge dieses Muster abgegeben. Zur ASL Aviation Group gehört die südafrikanische Safair, der Betreiber der größten zivilen Hercules-Flotte. Die vorwiegend in Südamerika tätige Bravo Industries hat auf der Farnborough International Airshow 2016 angekündigt, ebenfalls zehn Exemplare kaufen zu wollen.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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