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MTU und Safran rücken bem FCAS-Antrieb näher zusammen

Die beiden Triebwerkshersteller Safran Aircraft Engines aus Frankreich und MTU Aero Engines aus Deutschland haben die Gründung eines Joint-Ventures beschlossen, um das Triebwerkssystem für die nächste Kampfflugzeug-Generation zu entwickeln. 

4.12.2019

Auf der Paris Air Show 2019 wurde erstmalig ein 1:1-Modell des FCAS-Konzepts in der Öffentlichkeit gezeigt. © H. Goussé/Airbus

Grundsätzlich hatten sich die beiden Triebwerkshersteller Safran Aircraft Engines und die MTU Aero Engines AG ja schon im Februar dieses Jahres über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung, der Serienfertigung und dem Support des Antriebs des geplanten deutsch-französisch-spanischen Kampfflugzeug-Projekts FCAS (Future Combat Air System) geeinigt. Nun wurde das Vorhaben weiter konkretisiert. Die beiden Unternehmen haben sich über die Details ihrer Partnerschaft verständigt und die Ergebnisse ihrer Verhandlungen gestern veröffentlicht.

Ziel ist es, dass die beiden Triebwerkshersteller bei der Entwicklung auf Augenhöhe miteinander zusammenarbeiten. Sie haben deswegen vereinbart, bis Ende 2021 ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint-Venture) im Verhältnis von 50:50 zu gründen. Über diese Gesellschaft werden Safran Aircraft Engines und MTU Aero Engines die Entwicklung, Produktion und Instandhaltungsdienstleistungen des neuen Triebwerks für die nächste Kampfflugzeuggeneration steuern.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

„Mit dieser Vereinbarung unterstreichen Safran Aircraft Engines und MTU Aero Engines ihre Bereitschaft, das Programm effizient zu führen. Grundlagen dafür sind eine Partnerschaft auf Augenhöhe und klare Verantwortlichkeiten“, sagten Olivier Andriès, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Safran Aircraft Engines, und Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines. „Safran und MTU wollen den Luftstreitkräften eine neuartige Triebwerksarchitektur zur Verfügung stellen. Diese ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit im Einsatz.“

Safran Aircraft Engines wird die Auslegung und Integration des Triebwerks leiten, während MTU Aero Engines bereits mit dem Beginn der Entwicklungsphase die Führungsrolle bei allen Themen rund um Instandhaltung und Support während des Betriebs übernehmen wird.

In der ersten Phase des Forschungs- und Technologieprogramms (Phase 1A) folgen die beiden Unternehmen Safran Aircraft Engines dem von Frankreich und Deutschland für das FCAS-Programm vorgegebenen Vertragsmodell. Für diesen Zeitraum agiert die MTU Aero Engines als Auftragnehmer von Safran Aircraft Engines.

 

 

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