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N3 hat das 1.000. Trent-Triebwerk überholt

Nach elf Betriebsjahren hat N3 das 1.000. überholte Trent-Triebwerk wieder an den Kunden übergeben. Mit derzeit 700 Mitarbeitern und eigenem Prüfstand ist das Unternehmen in der Lage, bis zu 200 Großtriebwerke pro Jahr technisch zu betreuen.

28.11.2018

N3 in Arnstadt hat im November 2018 das 1.000. Rolls-Royce-Triebwerk überholt. © Dr. Jan Kobel/N3

Das Wartungsunternehmen N3 Engine Overhaul Services aus Arnstadt in Thüringen hat in diesem Monat das 1.000. Großtriebwerk nach einer Überholung wieder an den Kunden zurückgeschickt. Bei dem Jubiläums-Triebwerk hat es sich um einen Rolls-Royce Trent 900-Turbofan gehandelt, der an einem Airbus A380 seinen Dienst verrichtet. „Dies ist ein enorm wichtiger Meilenstein unserer deutsch-britischen Erfolgsgeschichte“, sagte Nicole Fehr, Director und General Manager von N3. „Mit dieser Erfahrung und über 40 internationalen Airline-Kunden sind wir heute ein fester und erfahrener Partner im globalen Trent MRO-Netzwerk.“

Joint-Venture von RR und LH Technik

Der vor 15 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen von Rolls-Royce und der Lufthansa Technik gegründete Wartungsspezialist für zivile Großtriebwerke hat vor elf Jahren in einem komplett neu errichteten Werk seinen Betrieb aufgenommen und beschäftigt momentan 700 Mitarbeiter, 50 mehr als noch vor einem Jahr. N3 hat eine Kapazität für die Wartung und Überholung von 150 bis 200 Triebwerken pro Jahr aufgebaut. Im vergangenen Jahr hat die Firma genau 121 Triebwerke überholt. Das Unternehmen verfügt über einen eigenen Prüfstand, um die Antriebe nach der Überholung auf Herz und Nieren zu checken.

Der Name N3 leitet sich vom Konstruktionsprinzip der Trent-Triebwerke ab, die durchweg als Dreiwellen-Aggregate ausgelegt sind. Das Unternehmen betreut die Triebwerke Rolls-Royce Trent 500 (Airbus A340-500 und A340-600), Trent 700 (Airbus A330), Trent 900 (Airbus A380) und Trent XWB (Airbus A350 XWB). Neben dem Kerngeschäft Triebwerksüberholung baut das Joint-Venture auch seinen Reparaturbereich für Triebwerksbauteile kontinuierlich weiter aus.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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