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Neuer russisch-chinesischer Widebody nimmt Gestalt an

Russland und China entwickeln zusammen einen Widebody. Der Namen wird CR929 (China Russia 929) heißen. Das Flugzeug soll in drei Versionen auf den Markt kommen, gab die United Aircraft Corporation (UAC) nun bekannt. Beide Länder wollen mit diesem Flugzeug wieder auf den globalen Markt für Verkehrsflugzeuge zurückkehren. 

3.10.2017

Das russisch-chinesische Großraumflugzeug soll CR929 heißen und in drei Versionen auf den Markt kommen. © Marc Lacoste

Mit den Mustern Suchoi SuperJet 100, der C919 und der ARJ-21 haben Russland und China jeweils eigene moderne Flugzeuge für den Kurzstrecken- und den Regionalverkehr entwickelt. Mit der CR929 wollen sie nun auch im Segment der Großraumflugzeuge auf den internationalen Markt zurückfinden und in direkte Konkurrent zur Boeing 777 und dem Airbus A330 treten.

Die russische United Aircraft Corporation (UAC) gab heute bekannt, dass das neue Flugzeug in drei Versionen verfügbar sein werde: CR929-500, -600 und -700. Die CR929-600 soll das Standardmodell werden.  Die -600 soll 280 Passagiersitze erhalten und eine maximale Reichweite von 6.480 nautischen Meilen (12.000 Kilometer) aufweisen. Die -500 wird für 250 Fluggäste und eine maximale Reichweite von 7.559 nautischen Meilen (14.000 Kilometer) ausgelegt, während die -700 mit 320 Fluggästen die meisten Passagiere transportieren soll. Das größte Modell der CR929 verfügt über eine Reichweite von 5.400 nautischen Meilen  (10.000 Kilometer).

Endmontage wird in Schanghai angesiedelt

Das russisch-chinesische Flugzeug soll in Schanghai endmontiert werden und seinen Erstflug bereits 2023 absolvieren. Der heute veröffentlichte Zeitplan sieht eine Indienststellung zwei Jahre nach dem Erstflug vor. Bislang haben die Herstellerfirmen noch keine Bestellungen oder Kaufabsichtserklärungen von potenziellen Kunden erhalten.

Das neue Großraumflugzeug soll zunächst von einem westlichen Turbofan angetrieben werden. Ein russisches und ein chinesisches Triebwerksunternehmen haben jedoch ein Memorandum of Unterstanding unterzeichnet, nach dem sie einen eigenen Antrieb für den neuen Widebody entwickeln wollen.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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