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SOFIA ist nach C-Check zurück in Kalifornien

Das fliegende Weltraumteleskop SOFIA, eine stark modifizierte Boeing 747SP, ist nach einem C-Check bei der Lufthansa Technik in Hamburg wieder zurück nach Palmdale geflogen. 

21.05.2018

Nach einem mehrmonatigen Werftaufenthalt bei der Lufthansa Technik ist das fliegende Teleskop SOFIA am 17. Mai 2018 von Hamburg wieder nach Palmdale geflogen. © Lufthansa Technik

Am 18. Mai um 14.38 Uhr Ortszeit landete die Boeing 747SP der NASA wieder auf ihrem Heimatflughafen Palmdale im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Überführungsflug des Spezialflugzeugs von Hamburg dauerte nur 10 Stunden und 32 Minuten.

Die 747SP mit dem Namen SOFIA ist eine fliegende astronomische Beobachtungsplattform, die gemeinsam von der NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben wird. Bei ihr ist ein Teleskop mit einem Durchmesser von 2,7 Metern im hinteren Rumpf installiert. Wenn das Teleskop aktiviert wird, öffnet sich eine große Öffnung im Rumpfheck und ermöglicht dem Teleskop einen freien Blick ins All. Um das zu ermöglichen, wurde ein Druckschott zwischen der Kabine, in der die Wissenschaftler sitzen und dem Teil, in dem das Teleskop installiert ist, eingezogen.

C-Check von SOFIA in Hamburg

SOFIA war seit Ende November 2017 in Hamburg bei der Lufthansa Technik für einen C-Check in der Werft. Beim C-Check werden alle Wartungsklappen und -deckel geöffnet und alle direkt zugänglichen Strukturteile und Komponenten einer Sichtinspektion unterzogen. Die gesamte Inneneinrichtung wird dazu entfernt. Es handelt sich dabei um das größte Wartungsereignis vor einer Grundüberholung.

SOFIA wurde nach den Vorschriften der NASA instandgesetzt, die auch die Arbeitspakete für den C-Check definiert hatte. Die Lufthansa Technik sah die Reparatur des Druckschotts als eine besondere Herausforderung an, denn dazu mussten auch Einbauten verschoben werden. Lufthansa Technik ist das einzige Unternehmen in Europa, das noch technische Arbeiten an der Boeing 747SP durchführen darf.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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