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Weitere Verspätung für Mitsubishis MRJ

Das japanische Regionaljet-Programm Mitsubishi MRJ wird weiter von Verspätungen geplagt. Der Hersteller musste jetzt die fünfte Terminplan-Änderungen seit dem Programmstart 2008 bekanntgeben. Der erste Zweistrahler soll nun 2020 an die ersten Kunden übergeben werden.

24.01.2017

Mitsubishis MRJ-Programm hat bereits mehrere Jahre Verspätung. © Mitsubishi Aircraft Corporation

Aufgrund von zulassungsrelevanten Modifikationen musste der japanische Konzern Mitsubishi Aircraft am 24. Januar die fünfte Änderung im Terminplan seines Regionalflugzeugprogramms Mitsubishi MRJ bekanntgeben. Der angestrebte Zulassungstermin verschiebt sich dadurch von Mitte 2018 auf Mitte 2020.

Die bislang vier fliegenden Testflugzeuge des Musters werden ihre Testflüge weiter durchführen. Drei von ihnen sind in den USA in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington stationiert und sollen dort den größten Teil der Flugerprobungsstunden für die Zulassungsnachweise erfliegen. Yugo Fukohara, Vorstandsmitglied für Verkäufe und Marketing, betonte bei der Bekanntgabe der neuerlichen Terminverschiebung, dass die notwendigen Modifikationen an der Elektrik und einige Systemen des Flugzeugs keinen Einfluss auf die Flugleistungen oder den Treibstoffverbrauch des Musters haben würden. Fukohara sagte ebenfalls, die Modifikationen müssten natürlich getestet werden. Dazu müsste unter Umständen die Testflotte mit zusätzlichen Flugzeugen erweitert werden. Erstkunde für den MRJ ist nach wie vor die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA).

Volker K. Thomalla

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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