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737 MAX-Update kommt „in den nächsten Wochen“

Boeing arbeitet mit Hochdruck an einem Upgrade der Software für das MCAS-System. Der Konzern will sich aber soviel Zeit nehmen, wie notwendig ist. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat angekündigt, die Änderungen rigoros testen.

2.04.2019

Die beiden roten Pfeile weisen auf einen der beiden Angle-of-Attack-Sensoren der Boeing 737 MAX. © V. K. Thomalla

Boeing hat mitgeteilt, dass das angekündigte Software-Update für die Boeing 737 MAX „in den „kommenden Wochen“ der US-Luftfahrtbehörde FAA zur Begutachtung vorgelegt werde. „Boeing arbeitet weiterhin mit der Federal Aviation Administration und anderen Zulassungsbehörden weltweit an der Entwicklung und der Zulassung des MCAS und des Trainingsprogramms. Wir arbeiten daran zu zeigen, dass wir alle Zulassungsanforderungen identifiziert haben und erfüllen“, teilte der Hersteller gestern mit. „Sicherheit hat bei uns die höchste Priorität, und wir werden die Entwicklung und das Testen des Updates gründlich und methodisch durchführen, um sicherzustellen, dass wir uns die Zeit nehmen, die notwendig ist, um es richtig zu machen.“

FAA will das Update rigoros prüfen

Die FAA kündigte an, sie werde das Software-Update einer rigorosen Sicherheitsüberprüfung unterwerfen. Sie werde der Implementierung des Updates erst zustimmen, wenn sie mit den Vorlagen zufrieden sei.

Boeing hatte am 27. März vorgestellt, welche Änderungen der Software beim MCAS der Boeing 737 MAX vorgesehen sind. Bisher greift das System auf die Eingaben von nur einem Anstellwinkelsensor zurück. In Zukunft wird es den Input von beiden Sensoren nutzen. Außerdem wird das System nun die von den Anstellwinkelsensoren gelieferten Daten miteinander vergleichen. Sobald die Werte beider Sensoren um 5,5 Grad voneinander abweichen, wird MCAS nicht mehr aktiviert. Wenn das MCAS künftig in unnormalen Flugsituationen aktiviert wird, gibt das System nur einen Input und keinen wiederholten Input, wie es – so lassen es die Daten der Flugschreiber der abgestürzten Flugzeuge vermuten. Außerdem ist das System nun so programmiert, dass MCAS künftig das Höhenruder nicht mehr so stark verstellen kann. Damit kann die Crew die Eingaben des Systems jederzeit durch Ziehen an den Steuersäulen übersteuern.

Volker K. Thomalla

 

 

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