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Update: Absturz einer Fokker 100: 12 Todesopfer

Beim Absturz einer Fokker 100 der kasachischen Fluggesellschaft Bek Air heute in Almaty hat es viele Verletzte und Todesopfer gegeben. Das verunglückte Flugzeug war auch schon mehrere Jahre in Deutschland geflogen. 

27.12.2019

© VKT Words and Wings 2018

Heute morgen um 07.21 Ortszeit ist eine Fokker 100 der kasachischen Billigfluggesellschaft Bek Air kurz nach dem Start von der Piste 05R des Flughafens Almaty abgestürzt. Das Flugzeug berührte beim Start zweimal mit dem Heck die Startbahn und gewann nach dem Abheben nur kurz an Höhe. Es drehte dann nach Augenzeugenangaben nach rechts und schlug auf dem Boden auf. Danach durchbrach es eine Betonmauer und krachte in ein zweistöckiges Gebäude, das rund 750 Meter vom Pistenende entfernt steht.

Von den 100 Insassen (95 Passagiere und fünf Crewmitglieder) des zweistrahligen Flugzeugs kamen mindestens zwölf ums Leben, mindestens 22 wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Es brach kein Feuer aus, so dass die Rettungskräfte schnell die im Wrack befindlichen Verletzten bergen konnten. Das Wetter am Startflugplatz war von schlechten Sichten  und kaltem Winterwetter geprägt. Die Sicht betrug gerade einmal 1.000 Meter, bedingt durch Rauch und Dunst. Die Temperaturen am Flugplatz lagen bei -12 °Celsius.

Der Jet wurde 1996 gebaut

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen UP-F1007 sollte als Flug Z9-2100 von Almaty nach Nur-Sultan in Kasachstan fliegen. Bevor die 1996 gebaute Fokker 100 zur Bek Air kam, flog sie bei der Formosa Airlines, der Mandarin Airlines, der Contactair (dort als D-AFKC), der OLT Express Germany. Die Bek Air hatte die Fokker saisonal auch an verschiedene Fluggesellschaften verleast unter anderem die Kam Air, die Safi Airways und die Safe Air Company.

Nach dem Unfall hat die Luftfahrtbehörde Kasachstans das AOC der Bek Air ausgesetzt.

Volker K. Thomalla

 

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