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Berliner Flughäfen haben die Vorjahreszahlen übertroffen

Das Wachstum an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld ist auch 2018 ungebrochen. Bereits jetzt haben mehr Passagiere als im gesamten Vorjahr die beiden Airports der Bundeshauptstadt genutzt. Das wird für Kapazitätsengpässe auf dem BER sorgen, wenn er eröffnet wird.

18.12.2018

Das Wachstum am Flughafenstandort Berlin hat wieder an Fahrt aufgenommen. Bereits am 12. Dezember wurde die Passagierzahl aus dem Jahr 2017 übertroffen. © FBB

33.326.000 Passagiere hatte die Flughafengesellschaft in Berlin im Jahre 2017 gezählt. Diese Zahl wurde schon am 12. Dezember dieses Jahres übertroffen, als Regine Eppmann-Petrasch zusammen mit ihrem Mann Klaus-Dieter Petrasch den Germania-Flug ab Schönefeld nach Gran Canaria antrat. Dafür, dass sie die 33.326.001. Passagierin in diesem Jahr war und damit die Berliner Flughäfen eine neue Passagierzahl-Bestmarke aufgestellt hatten, erhielt sie einen Hin- und Rückflug innerhalb des Germania-Streckennetzes ab Berlin.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sagte: „Die Passagierzahlen haben sich nicht nur stabilisiert, sondern ziehen kräftig an. Dazu hat das Engagement zahlreicher Airlines, unter anderem von Germania, erheblich beigetragen. Zum Jahresende erwarten wir fast 35 Millionen Passagiere. Mit unseren erfahrenen Mitarbeitern in Tegel und Schönefeld werden wir auch die steigenden Fluggastzahlen bis zum Start des BER bewältigen. Wir investieren gezielt in die beiden Flughäfen, um sie für das hohe Verkehrsaufkommen zu rüsten. Mit zahlreichen Maßnahmen werden die Prozesse sowie der Services verbessert.“

Reicht die Kapazität von BER aus?

Die neuerlichen Rekordzahlen verdeutlichen jedoch auch das Dilemma, in dem die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH steckt, denn ursprünglich war der Flughafen BER auf eine Kapazität von 22 bis 24 Millionen Passagiere ausgelegt. Nach der Eröffnung des BER soll der Flughafen Tegel auf jeden Fall geschlossen werden, was zu einer deutlichen Kapazitätslücke führt.

Zwar versucht die Betreibergesellschaft, den BER noch vor seiner Eröffnung – voraussichtlich im Oktober 2020 – weiter zu entwickeln und baut dazu momentan am BER vor dem Pier Nord das so genannte Terminal 2 (T2). Es wird über eine Kapazität von 6 Millionen Passagieren verfügen und soll zeitgleich mit dem BER in Betrieb gehen. Addiert man die Kapazität von 24 Millionen Passagieren im ursprünglichen BER-Terminal mit den 6 Millionen im T2, kommt man auf eine Kapazität von 30 Millionen Fluggäste pro Jahr.

Bereits in diesem Jahr fertigen die Berliner Flughäfen aber 35 Millionen Passagiere ab. Und bei dieser Zahl ist das erwartete Wachstum der Jahre 2019 und 2020 noch nicht einmal berücksichtigt. Die Situation in Berlin dürfte auch nach der Eröffnung von BER für die Flughafen-Verantwortlichen eine Herausforderung darstellen.

Volker K. Thomalla

 

 

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