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Boeing 707 im Iran verunglückt: 15 Tote

Im Iran ist ein Flugzeugunglück passiert: Eine Boeing 707, die Fleisch aus Kirgisistan transportierte, überschoss bei der Landung auf dem Flugplatz Fat'h das Pistenende und raste in eine Siedlung. Eigentlich hatte die 707 auf einem zehn Kilometer entfernten Flugplatz landen sollen.

14.01.2019

© VKT Words and Wings 2018

Beim Absturz einer 42 Jahre alten Boeing 707 sind heute gegen 08.30 Uhr Ortszeit in der iranischen Stadt Karadsch nordwestlich von Teheran nach Angaben lokaler Medien 15 der 16 Insassen des Flugzeugs ums Leben gekommen. Bei dem Absturz handelt es sich um das zweite Unglück der 1990 gegründeten iranischen Saha Air. Zwischen 2012 und 2016 hatte die iranische Luftfahrtbehörde der Airline wegen Sicherheitsbedenken bereits einmal das AOC entzogen.

Die Boeing 707 wurde 1976 gebaut

Bei der Boeing 707-300 mit dem Kennzeichen EP-CPP handelt es sich um ein Flugzeug der iranischen Luftstreitkräfte, das von der Saha Air geleast war. Die 707 wurde von vier Pratt & Whitney JT3D-Turbofans angetrieben, einem Triebwerk, das auch die C-141 Starlifter und die Douglas DC-8 angetrieben hat. Nach Angaben lokaler Medien kam der Airline-Veteran mit einer Ladung Fleisch aus Bishkek in Kirgisistan. Eigentlich hatte das Flugzeug auf dem Kardsch-Payam International Airport landen sollen, der nur zehn Kilometer von dem Fat’h Airport entfernt liegt, wo das Unglück passierte. Die Piste in Payam ist über drei Kilometer lang, die in Fat’h nur 1.700 Meter. Das Wetter war zum Unfallzeitpunkt von tiefen Wolken geprägt. In 800 Fuß (243 Meter) Höhe herrschte eine geschlossene Wolkendecke, aus der es regnete. Die Sichtweite betrug nur drei Kilometer.

Nach dem Aufsetzen konnte die Besatzung das Flugzeug jedenfalls nicht vor dem Pistenende zum Stehen bringen und raste durch eine Begrenzungsmauer in ein benachbartes Wohngebiet. Bislang ist nicht sicher, ob dort auch Opfer zu beklagen sind.

Ob die Besatzung die beiden Flughäfen verwechselt oder ob die Besatzung eine Notlandung versuchte, wird die Unfalluntersuchung zeigen.

Bob Fischer

 

 

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