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Boeing 737 der Pegasus Airlines verunglückt in Istanbul

Bei einer missglückten Landung einer Boeing 737-800 gestern auf dem Flughafen Sabiha Gökçen International Airport sind drei Menschen ums Leben gekommen und über 150 verletzt worden. Die Besatzung hatte das Flugzeug in einem starken Regenschauer mit Rückenwind gelandet.

6.02.2020

Am 5. Februar 2020 verunglückte eine Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines bei der Landung auf dem Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen. Im Bild ein baugleicher Jet der Airline. © Volker K. Thomalla

Gestern ist eine Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines bei der Landung auf dem Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen International Airport (SAW/LTFJ) verunglückt. Der mit 183 Insassen besetzte Single Aisle-Jet kam als Flug PC2193 aus Izmir und landete während eines starken Regenschauers mit rund 19 Knoten Rückenwind auf der Piste 06. Der Fluglotse informierte die auf die Startfreigabe wartende Besatzung eines Flugzeug, dass sie mit einem Wechsel der Startrichtung rechnen sollten.

Um 18.19 Uhr Ortszeit setzte die Boeing 737-800 auf der 3.000 Meter langen Betonbahn auf. Allerdings setzte das Flugzeug rund 1.950 Meter hinter der Schwelle auf. Die Besatzung schaffte es deshalb nicht mehr, das Flugzeug vor dem Ende des Piste zum Stehen zu bringen. Die 737 schoss über das Bahnende hinaus, drehte dabei leicht nach links und rollte einen Abhang hinab. Dabei rissen die Triebwerke ab, und der Rumpf zerbrach in drei Teile.

Nach Angaben des türkischen Gesundheitsministeriums kamen bei dem Unfall drei Insassen ums Leben, 157 wurden zum Teil schwer verletzt. Die meisten Insassen konnten das Wrack aus eigener Kraft verlassen. Ein ausgebrochenes Feuer im Heck des Flugzeugwracks wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht.

Bei dem verunglückten Flugzeug handelt es sich um die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen TC-IZK. Das Flugzeug wurde 2009 gebaut und flog bis 2019 unter dem Kennzeichen D-ABKD für die Air Berlin. Seit Juli 2016 gehört es der Leasinggesellschaft SMBC, die es an die Izmir Airlines verleast hat. Die wiederum betrieb die TC-IZK für die Pegasus Airlines in deren Lackierung.

Volker K. Thomalla

 

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