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Boeing 767 der Prime Air beim Anflug auf Houston abgestürzt

Eine Boeing 767 der Atlas Air Worldwide, die im Auftrag der Amazon Prime Air flog, ist gestern während des Anflugs auf den George Bush International Airport in Houston in eine Bucht gestürzt. Von den drei Besatzungsmitgliedern des Frachtflugzeugs hat keiner den Absturz überlebt.

24.02.2019

© VKT Words and Wings 2018

Der Atlas Air Flug 3591 war gestern um 11.33 Uhr Ortszeit in Miami im US-Bundesstaat Florida mit drei Besatzungsmitgliedern an Bord gestartet. Die von zwei CF60-80-Turbofans angetriebene Boeing 767-300BCF flog im Auftrag der Amazon Prime Air Fracht nach Houston. Sie stieg nach dem Start auf eine Flughöhe von 40.000 Fuß. 90 Minuten später begann die Besatzung mit dem Sinkflug auf den Houston International Airport im US-Bundesstaat Texas. Der Funkverkehr verlief ohne Probleme, es gab keine Anzeichen für Probleme an Bord des Flugzeugs.

30 Minuten nach Beginn des Sinkfluges brach die Funkverbindung zwischen dem Flugzeug und Houston Approach ab. Die Aufzeichnungen der ADS-B-Daten des Fluges zeigen einen normalen Anflug bis auf eine Höhe 6.500 Fuß (1.980 Meter), danach nimmt die Sinkrate des Flugzeugs dramatisch zu, bevor die Datenaufzeichnung stoppt. Der Controller versuchte mehrfach, Kontakt mit der 767 herzustellen, und fragte nach mehreren vergeblichen Versuchen, ob eines der nachfolgenden Flugzeuge den Frachter sähe, was alle verneinten.

Hohe Sinkrate vor dem Aufschlag

Die Polizei fand sehr schnell die Wrackteile des Flugzeugs, da sie von Augenzeugen benachrichtigt worden war. Ein Augenzeuge berichtete, dass die 767 mit der Nase voran fast senkrecht in die Trinity Bay östlich von Houston gestürzt war. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte starker Regen.

Die Absturzstelle der Boeing 767-300BCF in der Trinity Bay bei Houston bot nach Angaben des zuständigen Sheriffs ein Bild der „totalen Verwüstung.“ © Chambers County Sheriff’s Office

Das Sheriff’s Office des Chambers County berichtete in einer Aussendung davon, dass die Unfallstelle in dem nur zwei Meter tiefen Wasser ein Ort der „totalen Zerstörung“ sei und dass man nicht damit rechne, Überlebende zu finden. Am späten Abend fanden die Rettungstrupps einen ersten Leichnam. Die US-Unfalluntersuchungsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) entsandte ein Team zur Unfallstelle, das in Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Behörden den Cockpit Voice Recorder (CVR) und den Flight Data Recorder der 767 suchen und bergen soll. Diese beiden Geräte sollen helfen, die Unfallursache zu klären.

Volker K. Thomalla

 

 

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