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Cockpit Voice Recorder von Lion Air Flug JT610 geborgen

Der Cockpit-Stimmrekorder (CVR) der Ende Oktober 2018 abgestürzten Boeing 737 MAX der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air ist von Tauchern der indonesischen Marine gefunden und geborgen worden. Die Unfallermittler erhoffen sich von der Auswertung des CVR weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang.

16.01.2019

Mitarbeiter des indonesischen Katastrophenschutzes bergen Teile des abgestürzten Boeing 737 MAX 8 des Fluges JT610. Hier hält einer der Retter ein Teil der Triebwerkscowling in der Hand. © BASARNAS

Beim Absturz einer Boeing 737 MAX 8 der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air sind am 29. Oktober 2018 189 Menschen ums Leben gekommen. Während die Such- und Bergungsmannschaften der indonesischen Katastrophenschutzbehörde BASARNAS das Flugdaten-Aufzeichnungsgerät FDR (Flight Data Recorder) innerhalb weniger Tage fanden, blieb der Cockpit Voice Recorder, der die Geräusche aus dem Cockpit aufzeichnet, verschwunden.

Der CVR steckte 8 Meter tief im Schlamm

Am Montag haben Taucher der indonesischen Marine das Gerät nun gefunden und geborgen. Es steckte fast acht Meter tief im Schlamm auf dem Meeresboden und wurde mit Hilfe eines „Ping Locators“ entdeckt, der seit dem Unfall regelmäßig ein Signal aussandte. Das Signal konnte aber aufgrund des Schlamms nur in unmittelbarer Nähe empfangen werden. Da die Batterie des CVR zum Aussenden des Pings nur rund 90 Tage hält, wäre der Sender in zwei Wochen verstummt. Die Suche nach dem Gerät gestaltete sich zunehmend als ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Marine hat den CVR den Unfallermittlern des indonesischen National Transportation Safety Committees (NTSC) übergeben, die nun prüfen, ob es ausgewertet werden kann.

Die Auswertung des CVR kann nach Angaben des NTSC bis zu drei Monate dauern. Erst dann wird sich zeigen, ob die Aufzeichnungen aus dem Cockpit von Lion Air Flug JT610 weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang liefern können oder nicht.

 

 

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