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Corona-Luftbrücke hat 120.000 Menschen zurückgeholt

Im Rahmen der Rückholaktion des Auswärtigen Amtes sind bislang rund 120.000 gestrandete Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zurückgeflogen worden. Die Corona-Luftbrücke dauert noch in dieser Woche an.

24.03.2020

Condor hat im Rahmen der Corona-Luftbrücke allein in der Woche zwischen dem 16. und 22. März 2020 rund 53.000 gestrandete Urlauber zurück nach Deutschland geflogen. © V. K. Thomalla

Bundesaußenminister Heiko Maas hat gestern eine Bilanz der ersten Woche der vom Außenministerium initiierten Luftbrücke zur Rückholung von im Ausland gestrandeten Deutschen gezogen. Bislang seien etwa 120.000 von rund 200.000 gestrandeten Menschen zurückgebracht worden, so der Minister bei einer Video-Pressekonferenz. Die Regierung unterstütze weiter private Reiseanbieter bei der Organisation von Rückholungen, beispielsweise durch Hilfe bei der Einhaltung von Überflugrechten und Landeerlaubnissen. Bislang habe die Bundesregierung 40 Flüge gechartert, zusätzliche 35 seien geplant.

Condor hat 53.000 Menschen geflogen

Die Condor hat einen Großteil der Rückholflüge aus dem Ausland geschultert. Sie hat nach eigenen Angaben in der Woche vom 16. bis 22. März auf 275 Flügen fast 53.000 Urlauber aus dem Ausland nach Deutschland gebracht. Ralf Teckentrup, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Condor, sagte: „Die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist auch für Condor ein Kraftakt. Alle Flugzeuge sind in der Luft, um so viele Gäste so schnell wie möglich nach Hause zu holen. An dieser Stelle ein großes Kompliment und meinen größten Respekt an das Auswärtige Amt, das diese Rückholaktion koordiniert, die Reiseveranstalter – und natürlich an die Condor-Teams am Boden und in der Luft. Wir werden auch in dieser Woche viele Sonderflüge auflegen und mit den Destinationen Seattle, Palma de Mallorca, Teneriffa, Gran Canaria und Jerez de la Frontera einen eigenen, regulären Ersatzflugplan aufrechterhalten, der eine infrastrukturelle Grundversorgung sicherstellt.“

Für die Rückholung von Kreuzfahrtpassagieren zum Beispiel aus der Karibik hat die Lufthansa ihre Widebodies wie die Boeing 747-8I und die A330 eingesetzt. © Lufthansa

Die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften Swiss, Austrian Airlines, Eurowings, Edelweiss und Brussels Airlines haben nach eigenen Angaben bislang rund 40.000 gestrandete Bürger mit 230 Flügen in ihre Heimatländer Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien zurückgeholt. Auch die TUIfly und Sun Express haben Urlauber aus den betroffenen Ländern mit Sonderflügen nach Hause geholt.

Volker K. Thomalla

 

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