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Delta Air Lines erhöht Zahl ihrer A330-900-Bestellungen

Delta Air Lines hat zehn zusätzliche A330-900 bei Airbus bestellt und dafür die Lieferung von zehn A350-900 auf einen Zeitpunkt nach 2025 verschoben. Ob sie diese dann auch abnehmen wird, ist fraglich, denn sie hat sich ein Hintertürchen offen gelassen. 

16.11.2018

Delta Air Lines hat zehn weitere A330-900 bei Airbus bestellt. © Airbus

Die Fluggesellschaft Delta Air Lines hat heute überraschend angekündigt, dass sie die Zahl ihrer A330-900-Bestellungen um zehn Einheiten auf 35 Exemplare erhöht hat. Damit reagiert die in Atlanta, Georgia, ansässige Airlines nach eigenen Angaben auf ihren kurz- und mittelfristigen Bedarf an Großraumflugzeugen.

Delta Air Lines wird als erste US-Airline das Muster erhalten. Gil West, Senior Executive Vice President und Chief Operating Officer von Delta, sagte: „Die Triebwerkstechnologie der nächsten Generation von Rolls-Royce, die die A330neo antreibt, bietet uns eine unwiderstehliche Wirtschaftlichkeit, eine überragend Treibstoffeffizienz sowie die Reichweite, die wir für unsere transozeanischen Flüge benötigen.“

Die A330neo erhält vier Klassen

Die Airline verfolgt die Strategie, 50 Prozent ihres Operating Cash Flow wieder zu investieren. Das jetzige Investment stehe genau im Einklang mit dieser Strategie, teilte die Airline mit.

Delta wird ihre A330neo mit einer Vierklassen-Kabine ausrüsten. Neben den Suiten der Ersten Klasse (Delta One) gibt es die Business Class Delta Premium Select sowie die beiden Economy-Klassen Delta Comfort+ und Main Cabin. Damit folgt die Fluglinie dem Trend, ihren Passagieren eine größere Auswahl an Tarif- und Komfort-Optionen anzubieten, um gegen die zunehmende Konkurrenz der Billigairlines auf Langstrecken anzutreten.

Die A350-900 ist das Flaggschiff von Delta Air Lines. Sie betreibt momentan elf dieser Widebodies. © A. Doumenjou/Airbus

Einen Wermutstropfen hat die A330-900-Bestellung für Airbus aber: Delta Air Lines hat parallel zu dem Auftrag die Abnahme von zehn bereits bestellten A350-900 auf einen Zeitpunkt nach 2025 verschoben. Die Fluggesellschaft betreibt momentan elf Exemplare dieses Musters und wird jeweils zwei weitere im nächsten und im darauffolgenden Jahr übernehmen. „Die A350 ist ein großartiger Erfolg von unsere Kunden und für unser Geschäft“, sagte West. „Eine Flotte von 15 dieser Weltklasse-Flugzeuge passt momentan perfekt für Deltas globales Streckennetz.“ 

Ob der Carrier die A350-900 dann auch wirklich abnimmt, weiß derzeit niemand. Die Airline hat sich nämlich bei der Verschiebung der A350-900-Auslieferungen ein Hintertürchen offen gelassen: Sie hat sich das Recht gesichert, diese Aufträge auch in solche für die A330-900 umzuwandeln.

Volker K. Thomalla

 

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