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Der Maastricht Aachen Airport verbannt laute Antonows

Mit hohen Gebühren will der Flughafen im Dreiländereck Niederlande - Deutschland - Belgien die lauten Frachtflugzeuge des Herstellers Antonow vergrämen. Im vergangenen Sommer hatte die erhöhte Zahl von Frachtflügen mit diesen Flugzeugen zu einer deutlichen Steigerung der Beschwerden geführt.

7.11.2018

Flugzeuge wie diese An-12B dürfen aus Lärmschutzgründen künftig nicht mehr auf dem Maastricht Aachen Airport landen. © Maastricht Aachen Airport

Der Aufsichtsrat des Flughafens Maastricht Aachen Airport in den Niederlanden hat entschieden, dass laute Antonov-Flugzeuge nicht mehr willkommen sind. Im vergangenen Sommer waren Frachtflugzeuge des russisch-ukrainischen Herstellers sehr häufig zu Gast auf dem Flughafen mit dem ICAO-Code EHBK (der IATA-Code des Airports lautet MAA), was zu einer deutlichen Zunahme an Lärmbeschwerden von Seiten der Flughafen-Anrainer geführt hatte.

Jos Roeven, der Hauptgeschäftsführer (CEO) des Flughafens, sagte: „Im zurückliegenden Sommer haben wir viele Kommentare zum Flugbetrieb mit den Antonows von Anwohnern erhalten. Es war auch ein Thema bei dem vierteljährlichen Treffen mit den Flughafen-Anrainern. Wir haben untersucht, ob und wie man diese Flugzeuge vom Flughafen verbannen kann, was nicht ganz einfach ist. Man kann nicht einfach sagen: ‚Dieser spezifische Flugzeugtyp ist bei uns nicht mehr willkommen‘. Deshalb haben wir die Landegebühren für die Antonow-Flugzeuge auf ein solches Niveau angehoben, dass unser Flughafen für die gelegentlichen Frachtflüge mit diesen Antonows nicht mehr attraktiv ist. Natürlich gilt dieser Bann nicht für humanitäre Flüge oder für Notsituationen. Antonows werden regelmäßig für humanitäre Flüge eingesetzt. Der Bann betrifft die Typen An-12, An-22, An-24, An-26 und An-30.“

Maßnahmenbündel gegen laute Frachter

Die Anhebung der Gebühren für die Antonows gehört zu einem Maßnahmenbündel, mit dem die Flughafenverantwortlichen die Belästigung für die Flughafenanrainer auf ein Minimum reduzieren wollen. Bereits seit Frühjahr dieses Jahres sind große Trainingsflugzeuge nicht mehr gern in MAA gesehen, und von April bis Oktober waren Frachtflugzeuge zwischen 06.00 und 07.00 Uhr nicht willkommen. Der Airport hat außerdem alle Airlines gebeten, die Hilfsgasturbinen (APU) nicht mehr zu verwenden, es sei denn, sie transportieren Fracht, die gekühlt werden muss.

Derzeit verhandeln die Flughafenverantwortlichen mit den Airlines, wie sie ihren Flugplan optimieren können, damit sich die Zahl ihrer Nachtlandungen nach 23.00 Uhr weiter reduziert.

Bob Fischer

 

 

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