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Düsseldorf kämpft mit Spätfolgen der Air Berlin-Pleite

Der Flughafen Düsseldorf hatte im vergangenen Jahr einen Rückgang der Passagierzahlen hinnehmen müssen, während an anderen Airports neue Rekorde gefeiert wurden. Als einen der Gründe für den Rückgang hat die Flughafen-Geschäftsführung die Air Berlin-Insolvenz ausgemacht. 2019 soll es aber wieder aufwärts gehen. 

11.01.2019

Der Flughafen Düsseldorf war 2018 Start- und Zielort von rund 24,3 Millionen Passagieren. © Volker K. Thomalla

Die Zahl von 24,3 Millionen Fluggäste und damit 300.000 weniger als noch im bisherigen Rekordjahr 2017 musste Thomas Schnalke, der Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorf Airports, auf dem traditionellen Neujahrsempfang des Airports verkünden. Deshalb charakterisierte er das abgelaufene Jahr in seiner Ansprache mit den identischen Worten wie schon bei der Ansprache im Jahr zuvor das Jahr 2017: „2018 war für den Flughafen Düsseldorf ein überaus erfolgreiches, in vielen Belangen aber auch ausgesprochen anspruchsvolles Jahr, das uns viel abverlangt hat.“

Die Folgen der Air Berlin-Insolvenz sowie die Verspätungssituation sowie die gehäuften Flugausfälle machten dem Airport im vergangenen Jahr zu schaffen. In den acht Jahren davor hatte der Flughafen jeweils die Vorjahreszahlen übertroffen. Air Berlin hatte früher einen Marktanteil von über 30 Prozent in Düsseldorf.

Eurowings hat LH-Langstrecken bekommen

„Nur dank einer außerordentlichen Teamleistung der gesamten Flughafenbelegschaft und der lösungsorientierten Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist es uns gelungen, den Verkehr im Jahr Eins nach dem Aus der Air Berlin binnen Jahresfrist zu kompensieren. Für diese positive Entwicklung haben mehrere Tausend Menschen sehr hart und intensiv im zurückliegenden Jahr gearbeitet. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank“, sagte Schnalke weiter.

Der Airport konnte zwar im Laufe des Jahres durch den Wechsel der Eurowings-Langstreckenflotte vom benachbarten Flughafen Köln/Bonn nach Düsseldorf sein Interkont-Angebot aufrecht erhalten. Aber bereits im März hatte der Flughafen die prestigeträchtige Strecke der Cathay Pacific nach Hongkong an Brüssel verloren. Auch die Lufthansa stellte Anfang Dezember ihre letzten Langstrecken ab Düsseldorf ein und übergab sie an ihre Low-Cost-Tochter Eurowings, die am Standort ihre Langstrecken weiter ausbauen will.

„Für das Jahr 2019 erwarten wir erneut ein spürbares Passagierwachstum. Hierauf bereiten wir uns bereits seit Wochen sehr gewissenhaft vor. Gleichzeitig arbeiten die deutschen Flughäfen Hand in Hand mit den Fluggesellschaften, der Deutschen Flugsicherung, den Dienstleistungsunternehmen, den Behörden und der Politik mit großer Energie und hohem Mitteleinsatz daran, die Zuverlässigkeit im Luftverkehr auf ein Maß zu erhöhen, das unsere gemeinsamen Kunden, die Anwohner und nicht zuletzt auch uns selbst als Branche zufriedenstellt„, sagte Schnalke.

Volker K. Thomalla

 

 

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