Homepage » Luftverkehr - news » Emirates lässt die ersten beiden Airbus A380 ausschlachten

Emirates lässt die ersten beiden Airbus A380 ausschlachten

Emirates hat zwei ihrer Airbus A380 aus dem aktiven Dienst genommen. Die beiden Flugzeuge dienen künftig als Ersatzteilspender für die anderen Riesen-Jumbos der Airline. In den nächsten Jahren wird Emirates noch elf Super-Jumbos übernehmen, danach wird ihre Zahl auf 90 bis 100 Exemplare reduziert.

6.09.2019

Emirates setzt bei seiner A380-Flotte sowohl Triebwerke von Rolls-Royce (Foto) als auch von der Engine Alliance ein. © Airbus

Emirates ist der größte Betreiber des Airbus A380. Die Airline aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat derzeit nicht weniger als 112 Exemplare des Super Jumbos in ihrer Flotte. Und sie hat noch elf ausstehende Lieferungen für das derzeit größte Verkehrsflugzeug der Welt.

Doch auch Emirates beginnt, den Airbus A380 langsam in den Ruhestand zu schicken. Die Airline hat nun zwei Exemplare außer Dienst gestellt, die als Ersatzteilspender für die anderen Riesen-Jumbos dienen sollen. Bei einem der beiden Vierstrahler handelt es sich um den Airbus A380 mit dem Kennzeichen A6-EOP, der erst 2015 geliefert worden ist. Das Flugzeug wurde aber im vergangenen Monat bei einem Zwischenfall während der Wartung schwer beschädigt, als eine Stütze versagte, und der Vierstrahler in der Werft auf den Bug fiel. Der entstandene Schaden war so groß, dass eine aufwendige Reparatur des vier Jahre alten Flugzeugs unwirtschaftlich erscheint.

A380 bleibt wichtiger Teil von Emirates

„Die Airbus A380 werden auch in den nächsten 15 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Emirates-Flotte bleiben„, sagte Tim Clark, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Fluggesellschaft, in einem Interview mit dem englischen Luftfahrtmagazin FlightGlobal. In den nächsten Jahren wird die Zahl der A380 bei Emirates auf 115 Exemplare steigen, bevor die Flotte durch Ausmusterungen ab 2025 auf 90 bis 100 Exemplare zurückgefahren wird.

Einen Gebrauchtmarkt für das Muster sieht Emirates derzeit nicht. Singapore Airlines hat bereits ihre fünf ältesten A380 zu Tarmac Aerosave nach Tarbes in Frankreich geschickt. Mindestens drei dieser Flugzeuge werden ebenfalls auseinandergenommen und dienen als Ersatzteilspender. Einen ehemaligen Airbus A380 von Singapore Airlines konnte das Leasingunternehmen Dr. Peters an die portugiesische Fluggesellschaft HiFly verkaufen, die den Riesen-Jumbo im Wet-Lease für andere Airlines betreibt.

Volker K. Thomalla

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Schon gelesen? Weitere interessante Beiträge zum Airbus A380:

Lufthansa: Eine Million A380-Passagiere in München

ANA hat ihren ersten Airbus A380 in Empfang genommen

Qantas annulliert ausstehende A380-Bestellungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.