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Emirates tauscht 777X-Orders gegen 787-9-Aufträge ein

Emirates hat einen weiteren Großauftrag über Widebodies auf der Dubai Airshow 2019 abgeschlossen. Die Airline hat 30 Boeing 787-9 bestellt. Dafür hat sie aber 24 Aufträge für die größere 777X annulliert. 

20.11.2019

Emirates hat auf der Dubai Airshow 2019 Bestellungen für die Boeing 777X gegen solche für die 787-9 getauscht. © Boeing

Es gibt Aufträge, bei denen man nicht weiß, ob man sich darüber freuen soll oder nicht. Die heute auf der Dubai Airshow in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verkündete Bestellung von 30 Boeing 787-9 Dreamliner durch Emirates ist ein solcher Auftrag.

Boeing darf sich über den Auftrag im Wert (nach Listenpreis) von 8,8 Milliarden US-Dollar (8,0 Milliarden Euro) einerseits freuen, andererseits hat das Unternehmen dadurch aber auch Umsatz verloren, denn Emirates hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, eine bestehende Bestellung für die 777X in einen 787-Auftrag umzuwandeln. Der Carrier hat also im gleichen Atemzug, in dem er die 787-9 geordert hat, 24 Bestellungen für 777X aufgegeben.

Bekenntnis zur 777X

Damit steht Emirates nun noch mit festen Aufträgen für 126 Exemplare der neuesten Triple-Seven-Version im Boeing-Auftragsbuch und bleibt damit auch größter Kunde für das Muster. Emirates hat sowohl die 777-8 als auch die 777-9 bestellt. Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, der Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer der Emirates Group, sagte auf der Messe: „Die 787 wird unsere Flotte ergänzen und unsere operationelle Flexibilität in Bezug auf Kapazität, Reichweite und Einsatzbereitschaft erweitern, um neue Städteverbindungen und zusätzliche Frequenzen zu eröffnen. Wir freuen uns sehr, unser Bekenntnis zum Boeing 777X-Programm zu erneuern und freuen uns auf die Indienststellung.“ Emirates will die erste 787-9 2023 übernehmen. Bis 2028 sollen alle Flugzeuge aus diesem Auftrag ausgeliefert sein.

Unklarheit herrscht dagegen über einen Emirates-Auftrag aus dem November 2017, als die Airline angekündigt hatte, 40 Boeing 787-10 Dreamliner kaufen zu wollen. Tim Clark, der Präsident von Emirates Airlines, hatte auf der IATA-Jahrestagung im Juni in Seoul gesagt, die Airline werde die Flugzeuge auch abnehmen, aber bislang ist diese Bestellung bei Boeing nicht im Auftragsbuch eingetragen.

Volker K. Thomalla

 

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