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Totalverlust? Lufthansa A340 bei Brand schwer beschädigt

Der gestern in Frankfurt bei dem Brand seines Schleppfahrzeuges in Mitleidenschaft gezogene Airbus A340-300 wurde bei dem Zwischenfall schwer beschädigt.

12.06.2018

Der Airbus A340-300 D-AIFA der Lufthansa wurde am 11. Juni bei einem Brand des Schleppers beschädigt. © Ondrej Fiala via Twitter

Ob der gestern bei dem Brand eines Flugzeugschleppers in Mitleidenschaft gezogene Airbus A340-300 mit dem Kennzeichen D-AIFA (Taufname Dorsten) jemals wieder fliegen wird, oder ob er als Totalverlust abgeschrieben werden muss, steht noch nicht fest. Aber wenige Stunden nach dem Brand steht fest, dass der im Jahr 2000 gebaute Vierstrahler erheblich beschädigt worden ist.

Die Hitze hat nicht nur das Bugfahrwerk schwer beschädigt, sondern auch der Flugzeugstruktur im Bereich der Cockpitsektion massiven Schaden zugefügt. Fotos des beschädigten A340 (Kennzeichen D-AIFA) zeigen, dass in der linken Rumpfunterseite ein fast drei Meter langes und fast zwei Meter hohes Loch klafft. Das Aluminium der Flugzeughülle ist an dieser Stelle komplett weggeschmolzen, ebenso die darunterlegenden Stringer. Verfärbungen der Struktur rund um das Loch zeigen, dass auch die umliegenden Bereiche großflächig von der Hitze des Feuers beschädigt worden sind.

Rauch, Ruß und Wasser in der Avionik

Das unter dem Cockpit liegende Avionikabteil des Flugzeugs wurde durch Rauch, Ruß, Löschwasser und erhebliche Hitze ebenfalls stark beschädigt.

Da die vorderen Passagiertüren während des Feuers geöffnet waren, ist die Inneneinrichtung des Flugzeugs auch vom Rauch und den Rußemissionen betroffen. Der Schaden an dem Flugzeug dürfte in die Millionen gehen.

Der Airbus A340-300 trägt die Hersteller-Seriennummer MSN352 und wurde seit seiner Indienststellung bis zum November 2015 von der Lufthansa betrieben. Danach gab die Airline das Flugzeug, das in Star Alliance-Lackierung bemalt ist, in den Flugbetrieb ihrer Tochterfirma Lufthansa CityLine.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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