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Nolinor rüstet zehn Boeing 737-200 mit Glascockpit aus

Die Boeing 737-200 verfügt über eine Eigenschaft, die sie für die kanadische Fluggesellschaft Nolinor Aviation unersetzlich macht. Deswegen rüstet sie nun zehn dieser Jet-Veteranen mit einem Glascockpit aus.

27.09.2018

Nolinor Aviation rüstet insgesamt zehn Boeing 737-200 mit einem Glascockpit von Universal Avionics aus. © Universal Avionics

Weltweit fliegen noch 77 Exemplare der Boeing 737-200, davon sieben bei der kanadischen Charterfluggesellschaft Nolinor Aviation aus Mirabel in der Provinz Quebec. Und die Airline hat Kaufverträge für drei weitere dieser Flugzeugveteranen unterzeichnet.

Nolinor Aviation verlängert das Leben der Boeing 737-200, indem sie ihre verbleibenden Exemplare mit Glascockpits ausrüstet. © Luis David Sanchez/Wikimedia Commons

Für Nolinor Aviation, die regelmäßig Passagiere und Fracht in den hohen Norden Kanadas fliegt, haben die 737-200 eine Eigenschaft, die spätere Jets dieser Größenordnung nicht mehr haben, und die sie unersetzlich machen: Sie dürfen nämlich von unfertigen Pisten starten und landen. Auf diesen Flugplätzen spielen die hohen Geräuschemissionen der JT8D-Triebwerke keine Rolle, da diese Flugzeuge die einzige Verbindung zur Zivilisation darstellen.

Glascockpit als Lebensretter der 737-200

Nachdem die Airline in diesem Jahr bereits eine erste 737-200 mit einem Glascockpit von Universal Avionics und Honeywell Aerospace ausgerüstet hat, folgen nun neun weitere Exemplare. Die Jets haben alle weniger als 50.000 Flugbewegungen absolviert und können noch bis zu 20.000 Cycles absolvieren, bevor sie das Ende ihrer strukturellen Lebensdauer erreichen. Deshalb lohnt sich die Investition in die neue Avionik.

Im Rahmen der Cockpitmodernisierung bauen die Techniker vier EFI-890R Displays sowie ein zweites Flight Management System (FMS) mit Satellitennavigation (Satellite Based Augmentation System/SBAS) ein. Die Installation der neuen Avionik eliminiert auch das zunehmend größer werdende Problem, dass ältere elektromechanische Instrumente und Systeme nicht mehr repariert werden können.

„Wir sind sehr zufrieden mit der kürzlich erfolgten Installation des EFI-890R und  des UNS-1Lw SBAS-FMS in unsere 737-200“, sagte Yves Bergeron, der Flugbetriebsleiter von Nolinor Aviation. „Dank dieser problemlosen Integration in unser Cockpit haben wir von der höheren Navigationsgenauigkeit und der verbesserten Situational Awareness für unsere Piloten profitiert. Außerdem profitieren wir sehr deutlich von der höheren Zuverlässigkeit der Systeme und haben geringe Liegezeiten bei den Flugzeugen.“

Derzeit steht die zweite 737-200 des Unternehmens beim Mid-Canada Mod Center in Mississauga zur Umrüstung in der Werft.

Volker K. Thomalla

 

 

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1 Kommentar

  • Hermann Claas

    Die bei Havana verunfallte 737 200 war 39 Jahre alt und auch noch im Go Structure Windows. Was soll man da denken,zumal unbefestigte Runways mehr Belastung in die Zelle einbringen!

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