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Qatar Airways übernimmt sieben 787-9 und schickt sie wieder zurück

Qatar Airways hat sieben neuen Boeing 787-9 Dreamliner in Everett übernommen und sie über Doha nach Victorville in Kalifornien überführt. Dort werden sie eingemottet, bis die Kabinen vollständig ausgerüstet sind. Erst dann fliegen sie wieder zurück zu ihrem Heimatflughafen Doha.

29.12.2019

Qatar Airways betreibt eine Flotte von 30 Boeing 787-8 und hat 30 Exemplare der größeren 787-9 bestellt. © Boeing

Die Fluggesellschaft Qatar Airways aus dem Emirat Katar hat innerhalb von 24 Stunden sieben Boeing 787-9 Dreamliner bei Boeing in Everett übernommen. Die Airline hatte 2017 zusätzlich zu einer bestehenden Bestellung über 30 Boeing 787-8 30 Exemplare der größeren Version des Dreamliner beim Hersteller beauftragt.

Am 26. Dezember hatte Qatar die vier 787-9 (Kennzeichen A7-BHA, A7-BHB, A7-BHD und A7-BHE) in Empfang genommen und sie in kurzem zeitlichen Abstand von Everett nach Doha überführt. Am nächsten Tag folgten mit der A7-BHC, A7-BHF und A7-BHG drei zusätzliche Exemplare dieses Typs, die ebenfalls von Everett nach Doha flogen.

Die Kabine ist noch nicht fertig

Allerdings können die Flugzeuge noch nicht in Dienst gehen, da die Business Class-Suiten (QSuites) für die Widebodies noch nicht fertig sind. Qatar Airways schickte alle sieben Jets deshalb am 28. und 29. Dezember wieder zurück in die Vereinigten Staaten. Sie landeten auf dem Flughafen Southern California Logistics Airport in Victorville im US-Bundesstaat Kalifornien, wo sie eingemottet werden, bis ihre Innenausstattung komplettiert ist. Jeder der sieben Widebodies flog also innerhalb von zwei Tagen zwei Langstrecken-Leerflüge aus den USA nach Katar und zurück. Pro Flugzeug sind das über 13.575 nautische Meilen (25.000 Kilometer) beziehungsweise über 30 Flugstunden. Die Distanz von Everett nach Victorville beträgt rund 1.500 Kilometer (828 nautische Meilen) und wäre in etwas mehr als eineinhalb Flugstunden zurückzulegen gewesen.

Aus welchem Grund die sieben fabrikneuen Dreamliner den Umweg über Katar nehmen mussten, ist bislang nicht bekannt. Entweder waren es zolltechnische Gründe, Zulassungsgründe oder vertragliche Gründe. Auf jeden Fall war der Umweg für Qatar Airways richtig teuer und man fragt sich, ob die Beteiligten nicht eine andere Lösung hätten finden können.

Volker K. Thomalla

 

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