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Update: Ryanair-Piloten streiken am Freitag

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat heute auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass festangestellte Piloten von Ryanair in Deutschland am Freitag für 24 Stunden ihre Arbeit niederlegen werden. Deswegen fallen allein in Deutschland 250 Flüge aus. Am selben Tag streiken auch die Ryanair-Cockpit-Crews in Irland, Belgien und Schweden. 

8.08.2018

Für Freitag, den 10. August, hat Ryanair bereits Flüge wegen des angekündigten Streiks seiner Piloten gestrichen. @V. K. Thomalla

Zusätzlich zu den bereits angekündigten 146 Flugausfällen bei Ryanair in Europa am Freitag hat der irische Low-Cost-Carrier in Deutschland 250 Flüge für den Freitag annulliert. Alle betroffenen Passagiere würden heute eine SMS oder eine E-Mail erhalten und könnten dann kostenlos umbuchen oder erhielten ihr Geld zurück, sagte Ryanairs Marketingchef Kenny Jacobs heute auf einer Pressekonferenz. Er entschuldige sich bei allen betroffenen Kunden. Ryanairs Chief Operations Officer Peter Bellew ergänzte: „Die Flüge ab Baden-Baden sind nicht betroffen, da sich die Piloten dort nicht an dem Streik beteiligen.“

An einem normalen Wochentag führt Ryanair 2.400 geplante Flüge durch.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigte an, dass der Arbeitskampf von 03.01 Uhr am Freitag, den 10.08.2018 bis 02.59 Uhr am Samstag, den 11.08.2018 dauern werde. Zum Streik aufgerufen seien alle festangestellten Piloten, die an Ryanair-Stationen in Deutschland beschäftigt sind.

96 Prozent Zustimmung zum Streik

Die VC hatte Ende Juli unter den Ryanair-Cockpitcrews eine Urabstimmung zum Manteltarifvertrag und zum Vergütungstarifvertrag durchgeführt. 96 Prozent der Teilnehmer an der Urabstimmung sprachen sich für die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen aus.

„Gleichwohl wurde seitdem kein verbessertes Angebot aus Dublin vorgelegt„, merkt die VC in einer Mitteilung an. Vielmehr beschränke sich die Ryanair-Geschäftsführung darauf, in einem Schreiben an die VC die aus ihrer Sicht maßgeblichen Verhandlungspositionen zu wiederholen und zusammenzufassen.

„Unsere Forderungen beziehen sich auf Verbesserungen bei den Vergütungs- und Arbeitsbedingungen“, sagte VC-Präsident Martin Locher. „Verbesserungen sind ohne Personalkostensteigerungen im Cockpit nicht denkbar. Ryanair hat in den Verhandlungen jedwede Personalkostenerhöhung kategorisch ausgeschlossen. Gleichzeitig hat Ryanair zu keinem Zeitpunkt erkennen lassen, an welchen Stellen Spielräume zur Lösungsfindung bestehen. Für die nun eingetretene Eskalation trägt alleine Ryanair die Verantwortung.“

Ryanair hat nach eigenen Angaben alle Passagiere, die am Freitag mit ihr reisen wollen, per E-Mail benachrichtigt und ihnen die Möglichkeit gegeben, ihren Flug kostenlos auf einen anderen Termin zu verschieben.

Volker K. Thomalla

 

 

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