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Ryanair hat Laudamotion komplett übernommen

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihre Option, die österreichische Laudamotion zu 100 Prozent zu übernehmen, schneller gezogen als erwartet. Ryanair-Chef Michael O'Leary will durch mehr Kapazitäten am Markt den Preisdruck auf die Wettbewerber deutlich erhöhen.

30.01.2019

Die Laudamotion gehört seit Ende Dezember 2018 zu 100 Prozent der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair. © Volker K. Thomalla

Die vor weniger als einem Jahr aus der Insolvenz der Niki hervorgegangene Fluggesellschaft Laudamotion ist nun zu 100 Prozent im Besitz des irischen Low Cost Carriers Ryanair. Ryanair hatte bislang 75 Prozent der Anteile an der österreichischen Airline gehalten, Ende Dezember hat deren Chef, Michael O’Leary, die Option gezogen, auch die restlichen 25 Prozent der Unternehmsanteile zu kaufen. Die Option war drei Jahre gültig. Beide Vertragspartner behandeln die Verkaufsumme vertraulich.

Niki Lauda hatte allerdings im vergangenen Jahr gesagt, er habe rund 50 Millionen Euro in die Airline investiert. Auch wenn er keine Anteile mehr an der Airline mehr halte, soll Lauda auch weiterhin dem Unternehmen zur Seit stehen. Andreas Gruber, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Laudamotion, sagte: „Niki bleibt weiterhin an Bord, als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses.“

Laudamotion soll stark wachsen

Ryanair will Laudamotion nach Angaben von O’Leary in wenigen Jahren zur größten Fluggesellschaft in Österreich machen. Bereits in diesem Sommer soll die Laudamotion-Flotte von 19 auf 25 Airbus-Flugzeuge expandieren und ein deutlich erweitertes Streckennetz bedienen. Derzeit bedient die Airline von den Basen Wien, Düsseldorf, Stuttgart und Palma 49 Destinationen. Im Jahr 2020 soll die Laudamotion-Flotte auf 30 Flugzeuge wachsen, alles Jets des europäischen Herstellers Airbus, während die Muttergesellschaft Ryanair ausschließlich Boeing 737 betreibt. Für 2022 lautet die Maßgabe für die Laudamotion: 40 Flugzeuge und 10 Millionen Passagiere.

Wachstum ist nach Aussage von O’Leary das vorrangige Ziel der Laudamotion. Er sagte auf der Pressekonferenz in Wien, dass das Ziel nicht darin bestehe, im nächsten Jahr den Break-even-Punkt zu erreichen, sondern darin, sechs Millionen Passagiere zu befördern. Erst im dritten Jahr sollen Gewinne erwirtschaftet werden. Für 2019 erwartet Laudamotion fünf Millionen Fluggäste.

Volker K. Thomalla

 

 

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