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Schweizer Belair wird Konkurs anmelden

Der Neustart des aus der Air Berlin-Konkursmasse herausgelösten Schweizer Luftfahrtunternehmens Belair ist beendet, bevor er richtig begonnen hat: Der Verwaltungsrat des Unternehmens hat heute mitgeteilt, dass er noch in dieser Woche für die Belair die Insolvenz anmelden wird.

15.08.2018

Der Neustart der Belair gelang nach der Schweizer Air Berlin-Tochter nach der Pleite der Konzernmutter nicht. Jetzt wird die Airline endgültig Konkurs anmelden. © V. K. Thomalla

Am Ende hat alles Hoffen nichts genutzt: Die Schweizer Belair wird nach Angaben ihres Verwaltungsrates noch in dieser Woche eine Insolvenzerklärung abgeben. Nach der Pleite des Mutterkonzerns Air Berlin auf den Tag genau vor einem Jahr hatte die Belair-Belegschaft gehofft, eine Pleite abwenden zu können. Die in Glattbrugg beheimatete Fluggesellschaft war von der SBC Restrukturierung & Investments AG aus Düsseldorf aus der Konkursmasse der Air Berlin Group herausgekauft worden. Die SBC AG hatte geplant, die Belair als eigenständiges Unternehmen weiterzuführen und ab diesem Sommer Wet Lease-Flüge (ACMI – Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance) für andere Airlines und Charterflüge für Reiseveranstalter anzubieten. Deswegen suchte sie noch fliegendes Personal und Mitarbeiter für die Operations.

Potenter Investor ist abgesprungen

Doch daraus wird nun nichts. Ein „potenter Investor“, so die Belair sei kurzfristig und entgegen vorheriger Bekundungen abgesprungen. Damit war die geplante Finanzierung gescheitert. Auch die Akquise von Kunden für das Wet Lease-Angebot hat nicht wie geplant funktioniert. Eine vertraglich vereinbarte Zahlung eines großen Kunden aus der Touristikbranche sei nie erfolgt, so das Unternehmen.

Damit war klar, dass das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) der Belair aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit keine Betriebsgenehmigung erteilen konnte. Da kein anderer Investor kurzfristig gefunden werden konnte, blieb dem Verwaltungsrat keine andere Möglichkeit, als den Weg in das Insolvenzverfahren zu beschreiten.

Volker K. Thomalla

 

 

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