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South African Airways will A340 im Notverkauf loswerden

Steht South African Airways am Rande des Abgrunds? Die Dringlichkeit, mit der die Airline versucht, sich von Teilen ihrer A340-Flotte zu trennen, zeigt sehr deutlich, unter welchem Druck das Management steht. Schießt der Staat kein Geld zu, und misslingt der Verkauf der A340, sieht es schlecht für das Unternehmen aus. 

17.01.2020

South African Airways will neun Airbus A340 verkaufen. © South African Airways

Die südafrikanische Fluggesellschaft South African Airways (SAA) steht gehörig unter Druck: Seit Jahren kommt das Mitglied der Star Alliance nicht aus den Verlusten heraus, vor vier Wochen musste sie sich nach einem Streik in den Gläubigerschutz („Business Rescue“) retten, eine Form der vorübergehenden Insolvenz nach südafrikanischem Recht. Die südafrikanische Regierung sagte dem Unternehmen Staatshilfen in Höhe von 2,0 Milliarden Rand (130 Millionen Euro) zu, die durch private Investoren in gleicher Höhe ergänzt werden sollten. Die Zahlungen müssen bis zum 19. Januar 2020 erfolgt sein, sonst droht der Airline das Aus.

Doch die Regierung könne das Geld nicht auftreiben „angesichts der ernsten finanziellen und operativen Probleme, denen Südafrika derzeit ausgesetzt ist“, sagte der Finanzminister Tito Mboweni. Aber ohne die staatliche Unterstützung weigern sich auch die privaten Investoren, Geld in die defizitäre Fluggesellschaft zu investieren.

Neun Widebodies im Angebot

In einem fast verzweifelt anmutenden Schritt hat sich die Airline nun dazu entschlossen, neun ihrer 16 Airbus A340 zu verkaufen. Neben fünf A340-300 kommen auch vier A340-600 sowie 15 Ersatztriebwerke und vier Hilfsgasturbinen (APU) auf den Markt.

Offiziell begründet die Airline den Verkauf mit der Einflottung von vier geleasten Airbus A350. Zuks Ramasia, die Hauptgeschäftsführerin (CEO) von SAA, sagte: „Nachdem wir die die neuen A350-900 übernommen haben, wurde es notwendig, die alten Flugzeuge zu verkaufen, um Platz für die neuen zu haben.“

Dass es sich bei dem Verkauf aber eher um einen Notverkauf als um eine strategisch geplante Flottenerneuerung handelt, wird daran deutlich, dass Interessenten an den Flugzeugen nur noch bis zum 30. Januar 11.00 Uhr Zeit haben, Gebote abzugeben.

Bob Fischer

 

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