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Taifun Jebi setzt den Kansai Airport unter Wasser

Japan wurde gestern von dem stärksten Taifun seit 25 Jahren getroffen. Der auf einer künstlichen Insel errichtete internationale Flughafen Osaka-Kansai wurde überschwemmt. Wann er wieder in Betrieb gehen kann, ist noch nicht geklärt.

5.09.2018

Der Kansai Airport in Japan wurde bei dem jüngsten Taifun überschwemmt. © Twitter/flat_field_co

Seit gestern geht auf dem Kansai International Airport vor der Küste der Millionenstadt Osaka in Japan nichts mehr: Der Wirbelsturm Jebi, der Japan mit enormen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 km/h heimgesucht hat, hinterließ nicht nur an Land eine Schneise der Verwüstung, sondern machte auch den Flughafen unbenutzbar.

Bilder des japanischen TV zeigen, dass das weiträumige Flughafengelände überschwemmt ist. Flugzeuge stehen zum Teil bis zur Unterkante der Triebwerksverkleidung im Wasser, während Vorfeldfahrzeuge bis über die Motorhaube überschwemmt sind. Die Flughafengesellschaft selbst teilte mit, dass Wasser in das Terminal 1 eingedrungen sei und das Terminal beschädigt habe.

Speedboote transportieren Passagiere

Der Flughafen Kansai fertigt bis zu 400 Flüge pro Tag ab. Rund 3.000 Reisende waren im Terminal gefangen und mussten über Nacht dort ausharren. Sie wurden am Mittwochmorgen, als der Taifun abflaute, von Booten abgeholt und zum nahe gelegenen Kobe Airport gebracht, zu dem viele Flüge umgeleitet werden.

Wann der Flughafen Kansai wieder öffnet, ist derzeit nicht bekannt, da eine wichtige Brücke, die die künstlich aufgeschüttete Flughafen-Insel mit dem Festland verbindet, durch den Tanker „Houn Maru“ beschädigt worden ist. Das Schiff hatte Flugzeugtreibstoff zum Airport gebracht und war an der Entladestation vertäut, als der Taifun die Insel traf. Der Tanker wurde losgerissen und unter die Brücke gedrückt. Dabei hatte das Schiff das Brückensegment um mehrere Meter verschoben. Passagiere werden in nächster Zeit entweder per Speedboat oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Airport fahren müssen.

Volker K. Thomalla

 

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