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A330-800 nach Jungfernflug wieder gelandet

Nach ihrem etwas über vier Stunden dauernden Jungfernflug ist die erste A330-800 wieder in Toulouse gelandet. Der Erstflug führte sie über den Südwesten Frankreichs und den Atlantik. Die Zulassung soll im nächsten Jahr erfolgen. Allerdings liegt die Nachfrage für das Muster noch unter den Erwartungen des Herstellers.

6.11.2018

Touchdown: Die erste A330-800 landet nach ihrem Jungfernflug wieder in Toulouse. © JB Accariez/Airbus

Um 14.35 Uhr Ortszeit setzte die erste A330-800 nach ihrem vier Stunden und vier Minuten dauernden Jungfernflug wieder auf der Piste des Flughafens Toulouse-Blagnac auf. Die Besatzung des von zwei Rolls-Royce Trent 7000-Turbofans angetriebenen Großraumflugzeugs hatte es sich nicht nehmen lassen, vor der Landung noch eine Platzrunde zu drehen. Die Besatzung bestand aus den Testpiloten Malcolm Ridley und François Barre sowie den Testflugingenieuren Ludovic Girard, Catherine Schneider und Jose Corugedo Bermejo.

Die A330-800 ist das zweite Mitglied der A330neo-Familie und soll der A330-200 in der Modellpalette von Airbus folgen.

A330-800: Erstflug-Impressionen

„Mit dem heutigen Erstflug der A330-800 präsentieren wir das jüngste Mitglied unserer effizienten Widebody-Familie“, sagte Guillaume Faury, Präsident von Airbus Commercial Aircraft. „Die A330-800 ist ein äußerst effizienter ‘Routeneröffner’ mit überzeugender Wirtschaftlichkeit für Fluggesellschaften, da sie praktisch alle mit Großraumflugzeugen beflogenen Routen von Kurz- bis zu Ultralangstrecken abdeckt. Wir freuen uns auf die erfolgreiche Flugerprobung, die auf die Zulassung im nächsten Jahr zielt.“

Große Baugleichheit mit der A330-900

Das Flugerprobungsprogramm der A330-800 kann aufgrund der großen Baugleichheit von 99 Prozent mit der bereits zugelassenen A330-900 auf rund 300 Flugteststunden begrenzt werden. Airbus strebt eine Zulassung des Musters 2019 an.

Bis Ende September hatten 13 Kunden Airbus mit Aufträgen für insgesamt 224 A330neo bedacht. Allerdings entfällt die überwiegende Zahl der Festaufträge auf das größere Muster A330-900. Für die A330-800 haben sich bislang nur Kuwait Airways (acht Exemplare) und Uganda Airlines (MoU für zwei Exemplare) entschieden. Damit liegen die Bestellungen deutlich unter den Erwartungen des Herstellers.

Nach der Annullierung des Auftrags des vorherigen Launch Customers Hawaiian Airlines im März dieses Jahres schien das Ende der A330-800 eingeläutet. Allerdings hofft Airbus auf Bestellungen für die A330-800 von Billigfluggesellschaften in Asien, die mit der Reichweite des Musters Langstrecken-Routen eröffnen könnten. Die Reichweite der A330-800 liegt bei 8.150 nautischen Meilen (15.094 Kilometer).

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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