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Air France kauft bis zu 120 Airbus A220 und mustert die A380 aus

Der Aufsichtsrat der Air France-KLM  hat auf seiner Sitzung wegweisende Entscheidungen für die Zukunft der Flotte der Air France getroffen: Die kleinsten Narrowbodies der Flotte werden künftig durch den Airbus A220 ersetzt, die Flaggschiffe Airbus A380 werden noch schneller als bisher geplant ausgemustert. 

31.07.2019

Air France hat bei Airbus bis zu 60 A220 in Auftrag gegeben. © Airbus

Air France wird ihre Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A380 schneller ausmustern als bislang geplant. Bereits Ende 2022 soll kein Airbus A380 mehr in den Farben der französischen Fluggesellschaft mehr fliegen. Dies beschloss der Aufsichtsrat der Air France-KLM-Gruppe auf seiner Sitzung gestern.

Als Gründe für die schnelle Ausmusterung nannte Benjamin Smith, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Air France, dass das Flugzeug nur auf wenigen Strecken profitabel eingesetzt werden könne und dass größere Investitionen anstehen, um die Kabine des bisherigen Flaggschiffes auf ein Niveau zu bringen, welches den Erwartungen der Kunden entspreche. Außerdem liege der Verbrauch höher als bei vergleichbaren zweistrahligen Flugzeugen.

A380-Nachfolger steht noch nicht fest

Eine Entscheidung darüber, welches Muster die A380 ablösen solle, sei noch nicht gefallen, aber die kürzlich erfolgten Bestellungen für die Boeing 787 und die A350 zeigten, dass Air France auf moderne und umweltfreundlichere Flugzeuge setze.

Der Aufsichtsrat befasste sich gestern ebenfalls mit dem unteren Ende der Air France-Flotte. Er genehmigte eine Bestellung von bis zu 120 Airbus A220-300. Neben 60 Festbestellungen will das Unternehmen 30 Optionen zeichnen und 30 Kaufrechte für das Muster erwerben. Mit dem Hersteller wurde bereits ein Memorandum of Understanding (MoU) vereinbart, das in Kürze in entsprechende, bindende Verträge überführt werden muss. Die A220 sind nach Angaben der Fluggesellschaft deutlich leiser, stoßen 20 Prozent weniger CO2 aus und verbrauchen weniger Treibstoff als die Airbus A318 und A319, die sie ersetzen sollen. Air France wird die Jets mit 149 Sitzen bestuhlen lassen und WiFi an Bord anbieten.

Air France erwartet die Übernahme der ersten A220-300 bereits im September 2021. Derzeit betreibt die Airline 18 Airbus A318 sowie 33 A319.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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