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Air Peace will bis zu 30 Embraer E195-E2 kaufen

Air Peace aus Nigeria hat bei Embraer einen Großauftrag für die E195-E2 unterschrieben. Die Airline wird damit der erste Betreiber dieses Musters in Afrika.

4.04.2019

Die Air Peace aus Nigeria hat bei Embraer zehn E195-E2 fest bestellt und Optionen für 20 weitere Flugzeuge dieses Musters gezeichnet. © Embraer

Die nigerianische Fluggesellschaft Air Peace hat mit dem brasilianischen Flugzeughersteller Embraer eine Vereinbarung für den Kauf von bis zu 30 Regionaljets des Typs Embraer E195-E2 getroffen. Die Airline bestellte zehn Flugzeuge fest und unterzeichnete Kaufabsichtserklärungen für 20 weitere Exemplare. Sollten alle Kaufabsichtserklärungen in Festbestellungen umgewandelt werden, ergäbe sich daraus ein Auftragswert nach Listenpreis in Höhe von 2,12 Milliarden US-Dollar (1,89 Milliarden Euro). Die nigerianische Fluggesellschaft wird auf jeden Fall erster Betreiber dieses Musters in Afrika. Air Peace hatte 2014 den Flugbetrieb aufgenommen und hat sich seitdem zur größten Fluggesellschaft in Westafrika entwickelt.

Zulassung der E195-E2 in diesem Jahr

Die E195-E2 bietet bis zu 146 Fluggästen in einer Einklassenkonfiguration Platz. Dank der sparsamen Getriebefans vom Typ PW1900G von Pratt & Whitney schafft der zweistrahlige Regionaljet bei voller Passagierzuladung eine Reichweite von 2.655 nautischen Meilen (4.917 Kilometer). Die brasilianische Azul Air wird Erstbetreiber dieses Musters nach seiner Zulassung, die für dieses Jahr angestrebt wird.

Der Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer der Air Peace, Allen Onyema, kommentierte den Auftrag mit den Worten: „Embraers neue E195-E2 hat uns mit ihren wunderbaren wirtschaftlichen Kennzahlen überzeugt. Es ist großartig, dass wir der erste Betreiber dieses Musters auf dem afrikanischen Kontinent sein dürfen. Wir Betreiber bereits die ERJ145, deswegen kennen wir die hohen Qualitätsstandards von Embraer-Produkten sehr gut.“

Arjan Meijer, Chief Commercial Officer von Embraer Commercial Aviation, sagte: „Der afrikanische Markt bietet Airlines viele Geschäftsgelegenheiten, um Verbindungen zu schaffen, die dieser gesamte Kontinent benötigt. Allerdings müssen die Flugzeuge bei der Entwicklung dieser Strecken auch die richtige Größe haben, um sie wirtschaftlich bedienen zu können. Über 90 Prozent aller innerafrikanischen Flüge starten mit weniger als 150 Passagieren an Bord und 70 Prozent dieser Märkte werden mit weniger als einem Flug pro Tag bedient. Die Air Peace-Tochter Air Peace Hopper hat vor sechs Jahren begonnen, kurze und dünne Strecken mit sechs ERJ145 zu bedienen. Diese Erfahrung mit einem Embraer-Produkt sowie die unbestreitbaren ökonomischen Vorteile eines Flugzeugs mit der richtigen Kapazität für die bediente Strecke waren Schlüsselfaktoren für Air Peace, sich für die E2 zu entscheiden.“ 
Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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