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Airbus A380 als VVIP-Jet im Angebot

Die Schweizer Firma Sparfell & Partners hat den Auftrag erhalten, vier gebrauchte Airbus A380 zu verkaufen. Das Unternehmen rechnet sich Chancen aus, die Airliner als Regierungsflugzeuge an den Mann zu bringen.

26.05.2017

Der Airbus A380-841 mit dem Kennzeichen 9V-SKB wurde 2008 als zweites Exemplar dieses Musters an Singapore Airlines geliefert. © Paul Kaps

Der in Genf beheimatete Flugzeugbroker Sparfell & Partners verkauft im Kundenauftrag vier gebrauchte Airbus A380. Die Flugzeuge stehen seit 2007 beziehungsweise 2008 im Airlinedienst und erreichen in naher Zukunft das Ende ihrer Leasingzeit. Da der Leasingnehmer die Flugzeuge nicht weiter betreiben möchte, stehen sie nun zum Verkauf.

Sparfell & Partners will die Super Jumbos als Regierungsflugzeuge verkaufen und hat auf der EBACE in Genf entsprechende Pläne vorgestellt. Um die 550 Quadratmeter Kabinenfläche  sinnvoll zu füllen, hat Sparfell & Partners den Designer Andrew Winch Designsaus London beauftragt, entsprechende Pläne zu entwerfen. Winch hat unter anderem bereits die Kabinenausstattung mehrerer Boeing 737 und ACJ319 entwickelt.

ACJ380: Der größte Business Jet der Welt

Durch diese Initiative bekommt die Idee eines Airbus ACJ380 wieder neuen Auftrieb. Airbus selbst hatte 2007 eine Bestellung für eine A380 als VVIP-Flugzeug von dem saudischen Prinz Alwaleed bin Talal erhalten, der hatte den Vertrag allerdings nach einigen Jahren wieder annulliert. Als Gebrauchtflugzeug ist das Muster natürlich deutlich günstiger in der Anschaffung, und da VVIP-Flugzeuge in der Regel nur relativ wenige Flugstunden pro Jahr absolvieren, dürften sie noch ausreichend Flugbewegungen vor sich haben, bevor das Lebensdauerlimit erreicht ist. Der Listenpreis für einen Airbus A380 beträgt in diesem Jahr 436,9 Millionen US-Dollar. Der Umbau eines Airliners dieser Größe in ein Regierungsflugzeug dauert nach Schätzungen von Sparfell & Partners rund 18 Monate.

Sparfell & Partners verriet auf der EBACE in Genf zwar nicht, woher die Flugzeuge stammen, aber die Daten deuten ganz klar auf die ersten vier Airbus A380 von Singapore Airlines (SIA). SIA hat erst in der letzten Woche bestätigt, die Leasingverträge der A380 des ersten Loses nicht zu verlängern, außerdem wurden 2007 und 2008 nur A380 and Singapore Airlines, Qantas und Emirates geliefert.

Volker K. Thomalla

 

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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