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Airbus UK stellt Konzept eines Flugzeugs mit gefiederten Flügeln vor

Das Royal International Air Tattoo (RIAT), die größte militärische Luftfahrtschau der Welt, wird zunehmend von der Aerospace-Industrie genutzt, um neue Produkte vorzustellen. Airbus UK zeigt in diesem Jahr ein besonders futuristischen Entwurf eines Regionalflugzeugs, um junge und künftige Ingenieure für die Industrie zu begeistern. 

19.07.2019

Airbus hat zum Royal International Air Tattoo in Fairford das Konzept eines gefiederten Verkehrsflugzeuges vorgestellt, um künftige Ingenieure zu motivieren, auch unkonventionell zu denken. © Airbus

Airbus in Großbritannien (Airbus UK) hat aus Anlass des jährlich stattfindenden Royal International Air Tattoo in Fairford das Konzept eines Verkehrsflugzeuges präsentiert, das sich mit seinen Elementen zur Flugsteuerung an der Natur orientiert. Das „Bird of Prey“ (Greifvogel) getaufte Konzept soll junge und künftige Luft- und Raumfahrt-Ingenieure motivieren, auch unkonventionelle Ansätze zu verfolgen und auszuprobieren.

Das Konzept wird von Airbus eindeutig als theoretischer Entwurf betitelt, der in dieser Form wohl wenig Chancen auf eine Verwirklichung hat. Aber er nimmt Anleihen aus der Natur, die extrem effizient sind. Anstelle von Winglets sind an den Flügelspitzen des „Bird of Prey“ jeweils fünf bewegliche, federartige Steuerflächen angebracht, mit denen das Flugzeug um die Hoch- und Längsachse gesteuert werden kann. Federartige Steuerflächen sind auch am Flugzeugheck zu finden. Mit ihrer Hilfe wird das Flugzeug um die Querachse gesteuert. Ein solches Konzept kann nur mit modernsten, smarten Verbundwerkstoffen realisiert werden. Als Antrieb für das Verkehrsflugzeugkonzept haben die Konstrukteure vier hybrid-elektrisch angetriebene Propeller vorgesehen.

Luftfahrt nachhaltiger gestalten

„Eine der Prioritäten der gesamten Branche besteht darin, die Luftfahrt nachhaltiger zu gestalten und das Fliegen sauberer, umweltfreundlicher und leiser als je zuvor zu machen. Wir wissen aus unserer Arbeit am Airbus A350 XWB, dass die Natur durch Biomimik einige der besten Lektionen vorhält, von denen wir für unsere Entwürfe lernen können“, sagte Martin Aston, Senior Manager bei Airbus in Bristol.

Auch wenn „Bird of Prey“ kein echtes Flugzeug zeigt, so zeige es dennoch realistische Ideen und gebe einen Einblick, wie ein künftiges Regionalflugzeug aussehen könne, so Aston. Obwohl Airbus sich als europäischer Konzern versteht, klingen bei dem „Bird of Prey“-Konzept überraschend viele nationale Töne durch. Das Heck des Konzepts ist mit dem Union Jack, der Flagge des Vereinigten Königreichs bemalt, und nach Angaben von Airbus UK soll das Konzept „die führende Position der Luft- und Raumfahrtindustrie des Vereinigten Königreiches unterstreichen und den 50. Geburtstag von Airbus hervorheben“. Dazu passt auch, dass die Design-Initiative neben der Unterstützung der Royal Aeronautical Society unter anderem auch die der Kampagne GREAT Britain genießt.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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