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ATR hat ein neues Vibrations-Überwachungssystem zugelassen

Der französisch-italienische Regionalflugzeug-Hersteller ATR hat ein neues Vibrations-Überwachungssystem für seine Turboprop-Flugzeuge zugelassen. Das System kann auch in bestehende Flugzeuge nachgerüstet werden. 

6.11.2017

Das neue Vibration Monitoring System für die ATR-Flugzeuge kann nachgerüstet werden. © Pierre Barthe/ATR

Ab März 2018 kann das Vibration Monitoring System (VMS) in alle neuen Serienflugzeuge des französisch-italienischen Herstellers ATR eingebaut werden. Bislang konnten die Vibrationen einer ATR nur mit bodengebundenen Werkzeugen gemessen werden. Mit dem VMS ist eine konstante Messung des Vibrationsniveaus der Triebwerke möglich, und die Techniker sind besser in der Lage, die Antriebssysteme abzustimmen.

Das VMS misst die Triebwerksvibrationen während des Flugbetriebs in Echtzeit. Es ist dazu mit einem Beschleunigungsmesser (Accelerometer) ausgestattet, das so nah wie möglich an jedem der beiden Propeller angebracht wird. Das System speichert die gewonnenen Daten, die wiederum nach der Landung von Technikern ausgelesen werden können. Dank des Systems entfallen die regelmäßigen Vibrationstests am Boden. Meggitt Sensing Systems hat das VMS entwickelt und stellt es her.

Das VMS gibt Maintenance-Anweisungen

Das Vibrations-Überwachungssystem VMS erstellt automatisch einen Bericht, der in das Aircraft Condition Monitoring System integriert wird. Er enthält auch eine eindeutige Anweisung, wie die Propeller gewuchtet werden müssen, um die Vibrationen zu reduzieren.

Eine Reduzierung des Vibrationsniveaus in einem Flugzeug führt nicht nur zu einem niedrigeren Geräuschpegel, und damit zu einem für die Insassen komfortableren Flug, sondern senkt auch die Wartungs- und Überholungskosten, da die einzelnen Systeme bei geringeren Vibrationen länger halten.

Das neue System ist an allen ATR-Flugzeugen zugelassen und kann ab März 2018 in Serienflugzeuge integriert werden. Für bereits fliegende ATR 42 und ATR 72 wird es Nachrüstsätze geben, die einen Einbau des Systems ermöglichen.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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