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Austrian investiert 200 Millionen Euro in die Flotte

Austrian Airlines gibt nach einem guten Jahr 2018 wieder auf Wachstumskurs. Dazu investiert die österreichische Fluggesellschaft in den nächsten drei Jahren 200 Millionen Euro in ihre Airbus Narrowbody-Flotte. Die Bombardier Q400-Turboprops sollen bis 2021 verschwinden. 

20.01.2019

Austrian Airlines wird seine Single-Aisle-Flotte bis Ende 2021 auf 46 Flugzeuge wachsen. © Austrian Airlines

Die vergangenen Jahre waren für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines alles andere als rosig: Die Billigfluggesellschaften sorgten für einen enormen Konkurrenzdruck, und die Erwartungen der Lufthansa Group in Bezug auf Profitabilität und Rendite waren hoch. Doch 2018 ist für den österreichischen Carrier gut gelaufen: Er konnte 13,9 Millionen Fluggäste an Bord seiner weiß-roten Flugzeuge begrüßen, das waren 8,5 Prozent mehr als 2017. Die Auslastung stieg ebenfalls, und zwar auf 79,3 Prozent. Die Airline ist wieder profitabel und gibt sich nun selbstbewusst und kämpferisch.

Alexis von Hoensbroech, der die Airline seit dem 1. August 2018 als Hauptgeschäftsführer (CEO) leitet, sagte: „Wir werden über 200 Millionen Euro in den Ausbau der Kontinental-Flotte investieren und unsere Position in Wien damit deutlich stärken können. Das ist gleichzeitig auch als Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb in Wien zu verstehen, und wir sind bereit, noch weitere Schritte zu gehen, um unser Drehkreuz zu verteidigen.“

Neue Strategie: #DriveTo25

Dazu hat das Management seine Strategie in einem Zehn-Punkte-Programm namens #DriveTo25 zusammengefasst. Unter anderem ist darin festgelegt, dass Austrian ihre 18 Bombardier Q400-Turboprops schneller als bisher geplant bis 2021 ausflotten wird. Gleichzeitig soll ihre Airbus-Narrowbody-Flotte von heute 36 auf 46 Flugzeuge wachsen. Mit diesem Schritt will der Konzern Komplexität aus der Flottenstruktur nehmen. Ein genauer Zeitplan, wann welche Turboprop-Flugzeuge abgegeben und wann welche A320 angeschafft werden, werde noch erarbeitet.

Bei der Technik will die Airline das Drittgeschäft, also die Wartung von Flugzeugen anderer Airlines, reduzieren, um sich stärker auf die Wartung der eigenen Flugzeuge konzentrieren zu können.

Austrian Airlines will ihre sechs Boeing 767-300ER mittelfristig durch modernere Muster ersetzen. © Austrian Airlines Group

Austrian Airlines sieht sich mit einem Anteil von 50 Prozent der Passagieren als ein Hub-Carrier mit Wien als zentralem Drehkreuz. Diese Funktion will Austrian künftig mit einer stärkeren Ausrichtung auf Wien stärken. Den dezentralen Verkehr will die Airline neu ordnen.

Um komplizierte Crew-Umläufe zu vermeiden, werden die dezentralen Crew-Basen der Airline in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg nach Wien verlegt.

Mittelfristig will Austrian Airlines die Profitabilität weiter steigern und ihre sechs Boeing 767 – die die Airline seinerzeit durch die Übernahme der Lauda Air geerbt hatte und die im Durchschnitt 23 Jahre alt sind – durch modernere Langstreckenflugzeuge ersetzen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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