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Bombardier erhöht Betriebstemperatur der CRJ-Familie

Nachdem im Juni des vergangenen Jahres aufgrund einer Hitzewelle in Arizona mehrere Flüge ausfallen mussten, hat Bombardier Aerospace reagiert und die zulässige Bodentemperatur der CRJ-Flugzeugfamilie auf ISA+40 °C angehoben.

25.07.2018

Die Flugzeuge der Bombardier CRJ-Familie sind nun für einen Flugbetrieb bei Bodentemperaturen von bis zu ISA +40 °Celsius zugelassen. © Bombardier

Im Juni 2018 wurde der Südwesten der USA von einer bis dato nicht gekannten Hitzewelle heimgesucht. Die Temperaturen erreichten beispielsweise in Phoenix die Marke von 48,8 Grad Celsius und lagen damit über der zulässigen Bodenbetriebstemperatur der Regionaljets der Bombardier CRJ-Familie. Über mehrere Tage fielen deswegen Flüge aus, die für Abflüge zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr geplant waren, da in diesem Zeitraum die Temperatur zu hoch war. Die maximal zulässige Bodentemperatur für die CRJ-Familie lag bislang bei 47,7 °C.

ISA+40 °C ist nun möglich

Bombardier hat auf diese Flugausfälle reagiert und die Temperaturen für den Betrieb der CRJ-Regionaflugzeufamilie hochgesetzt. Sowohl die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada als auch die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) haben die Maßnahmen Bombardiers zugelassen, die zu einer Anhebung der zulässigen Bodenbetriebstemperatur auf ISA+40 °C führen. Dies entspricht in der Regel einer maximalen Außentemperatur von 50 °C.

Um die Zulassung zu erreichen, musste Bombardier nachweisen, dass die Flugzeugsysteme (Triebwerke, Hydraulik, Flugsteuerung und elektrische Systeme) auch bei der angestrebten Temperatur zuverlässig arbeiten. Dazu musste der Hersteller kleine Modifikationen vornehmen, die nun als Option in Serienflugzeuge eingebaut werden können. Ein Nachrüstsatz zur Umrüstung bestehender CRJ-Flugzeuge ist ebenfalls erhältlich.

Erster Kunde für die Nachrüstsätze ist American Airlines, die von den Flugausfällen im vergangenen Jahr am meisten betroffen war.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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