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Bombardier zeigt erstmalig die CS300 auf der ILA

Der kanadische Luftfahrtkonzern, der seit dem vergangenen Jahr bei seinem Regionalverkehrsflugzeug C Series eng mit Airbus kooperiert, hat erstmalig die CS300 zur Luftfahrtmesse nach Berlin gebracht.

27.04.2018

Bombardier zeigt in Berlin die CS300 der airBaltic. © V. K. Thomalla

Nachdem das US-Handelsministerium im vergangenen Jahr Strafzölle in Höhe von 300 Prozent der Kaufpreises auf den Import von Flugzeugen der C Series-Familie des kanadischen Herstellers Bombardier Aerospace erheben wollte, suchte Bombardier den Schulterschluss mit Airbus. Der europäische Aerospace-Konzern übernahm Mitte Oktober 2017 die Mehrheit an dem Flugzeugprogramm und plant, eine zweite Fertigungslinie für die aus zwei Mustern – CS100 und CS300 – bestehende Regionalflugzeugfamilie in Mobile im US-Bundesstaat Alabama aufzubauen. Da das Flugzeug dann in den USA gebaut wird, sollte so die Strafzoll-Regelung verhindert werden. Später wurden die Strafzölle jedoch von der obersten US-Handelskommission gekippt.

Die Besucher der ILA 2018 standen schon am ersten Tag Schlange, um sich die CS300 der airBaltic von innen anzuschauen. © V. K. Thomalla

Auf der ILA 2018 zeigt Bombardier erstmalig die größere Version des Flugzeugs, die CS300. Das Flugzeug steht bei der lettischen Fluggesellschaft airBaltic im Dienst, die damit auch nach Deutschland fliegt. Das auf der ILA ausgestellte Flugzeug ist bereits das achte Exemplar dieses Musters der lettischen Fluggesellschaft.

Kauf von weiteren C Series-Jets geplant

airBaltic-Hauptgeschäftsführer Martin Gauss berichtet von einer sehr positiven Resonanz der Passagiere auf das Muster.  Gerade khat die Airline den einmillionsten Fluggast mit der CS300 befördert. Gauss würdigte auf der ILA den gegenüber der Boeing 737-300 um 22 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch und die geringe Lärmentwicklung sowie den Komfort in der geräumigen Kabine. Außerdem hob er die sehr gute Zuverlässigkeit des Flugzeugs hervor. Bis 2020 löst die C Series die Boeing 737-Flotte (sechs Boeing 737-300 und fünf 737-500) bei der Airline komplett ab. Bis 2022 wollen die Letten auch ihre Bombardier Q400-Turboprops durch Jets der C Series ersetzen. Dafür muss airBaltic mindestens 14 weitere CS100/CS300 beschaffen.

Derzeit betreiben lediglich drei Fluggesellschaften Flugzeuge der C Series: airBaltic (CS300), Swiss (CS100 und CS300) sowie Korean Air (CS300). Zu den weiteren Kunden, die das Flugzeug bereits bestellt haben, gehören unter anderem Delta Air Lines,  EgyptAir, Saudi Gulf Airlines, PrivatAir, Malmö Aviation und die Leasinggesellschaft Ilyushin Finance.
Volker K. Thomalla

 

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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