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British-Airways-Mutterkonzern IAG kauft Niki

Rettung in letzter Sekunde: Die International Airlines Group (IAG), der Mutterkonzern von British Airways und Iberia, hat sich mit dem Insolvenzverwalter der Niki Luftfahrt GmbH über einen Verkauf geeinigt.

30.12.2017

Die British Airways-Muttergesellschaft IAG übernimmt Niki. © Volker K. Thomalla

Am 29. Dezember hat sich Lucas F. Flöther, der Insolvenzverwalter der Niki Luftfahrt GmbH, mit der International Airlines Group (IAG), über eine Übernahme der Gesellschaft geeinigt. Die IAG wird ab sofort die Niki übernehmen. Dafür zahlt sie 20 Millionen Euro für die Vermögenswerte – inklusive der Startrechte in Düsseldorf, München, Palma de Mallorca, Wien und Zürich.  Zusätzlich gibt die IAG der Fluggesellschaft 16,5 Millionen Euro als finanzielle Unterstützung.

Zur IAG-Gruppe gehören neben British Airways und Iberia auch die irische Aer Lingus sowie der spanische Billigcarrier Vueling. In diesen soll Niki nun über eine noch zu gründende österreichische Tochter eingegliedert werden. Damit wird der Markenname Niki wohl vom Himmel verschwinden. Zum Zeitpunkt der Insolvenz hatte Niki Luftfahrt rund 1.000 Mitarbeiter, von denen die neue Gesellschaft 740 übernehmen will.

„Die Übernahme durch Vueling ist für beide Seiten eine sehr gute Lösung“, sagte Flöther nach Unterzeichnung des Kaufvertrages. „NIKI erhält einen finanzstarken Partner mit einem langfristigen Fortführungskonzept; dies war neben dem besten Kaufpreisangebot auch der Grund, warum sich der vorläufige Gläubigerausschuss für Vueling als Erwerber ausgesprochen hat. Vueling hingegen wird durch die Übernahme der Einstieg in viele attraktive Verbindungen ermöglicht, zu denen die Fluglinie zuvor keinen Zugang hatte.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • Axel Großmann

    Wenn ich mir ansehe, zu welchen Preisen die Reste sowohl der Air Berlin als auch der NIKI an den Mann gebracht wurden, stellt sich für mich die Frage, ob die Insolvenzverwalter sich nicht einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht haben. Das ist in beiden Fällen noch nicht einmal der Schrottwert der Flugzeuge! Was soll da für die Gläubiger übrig bleiben?

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