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China Eastern wird neuer A350-900-Betreiber

Die China Eastern Airlines hat heute in Toulouse ihre erste A350 XWB von Airbus übernommen. Damit hat der Hersteller bisher über 220 Exemplare des Langstrecken-Widebodies an Kunden übergeben. Rund ein Drittel der Bestellungen für das Muster kommen aus Asien.

29.11.2018

China Eastern Airlines hat ihre erste A350-900 am 29. November 2018 in Toulouse in Empfang genommen. © H. Goussé/Airbus

Vor fast vier Jahren hat Airbus den ersten Airbus A350 XWB an den Launch Customer Qatar Airways übergeben. Heute wurde China Eastern Airlines mit der Übernahme ihrer ersten A350-900 zur 24. Fluggesellschaft weltweit, die das Muster betreibt. Das von zwei Rolls-Royce Trent XWB-Turbofans angetriebene Flugzeug mit der Seriennummer MSN248 und dem Kennzeichen B-304D verließ Toulouse gegen 16.10 Uhr Ortszeit in Richtung seines künftigen Heimatflughafens Shanghai, wo es am 30. November gegen 10.25 Uhr Ortszeit landen soll.

Komfortable Bestuhlung in vier Klassen

China Eastern hat such bei der Bestuhlung der Kabine für eine Vierklassen-Konfiguration entschieden. Die First Class bietet vier Passagieren Platz, in der Business Class können 36 Fluggäste Platz nehmen, während in der Premium Economy und der Econonmy 32 beziehunsgweise 216 Passagiere sitzen können. Mit 288 Sitzen ist die A350 XWB der China Eastern mit deutlich weniger Plätzen bestuhlt als bei der von Airbus angegebenen typischen Sitzplatzanzahl von 325.

China Eastern Airlines hat 20 A350 XWB bei Airbus bestellt. Sie hat das erste Exemplar Ende November 2018 in Empfang genommen. © H. Goussé/Airbus

Mit einer Reichweite von 8.100 nautischen Meilen (15.000 Kilometern) ist die A350-900 ein echtes Langstreckenflugzeug. China Eastern plant, den Widebody-Twin zunächst auf Strecken innerhalb Chinas nach Beijing, Chengdu und Guangzhou einzusetzen, bevor sie ihn auf internationale Langstrecken schickt. Die ersten Interkont-Ziele, die China Eastern Airlines mit der A350 XWB bedienen wird, sind Frankfurt, Amsterdam, Vancouver und Sydney.

Die chinesische Fluggesellschaft hat 19 weitere A350-900 bei Airbus bestellt. Sie ist nicht nur der größte Airbus-Kunde in China, sondern auch der Betreiber der größten Airbus-Flotte in Asien. Der gesamte Flugzeugpark der Airline beläuft sich auf 495 Flugzeuge, von denen 356 von Airbus stammen. Zusätzlich betreibt sie noch 118 Boeing 737NG, 20 Boeing 777 sowie eine Boeing 787-9. Sie ist in Bezug auf  die Passagierzahl die siebtgrößte Fluggesellschaft der Welt mit zuletzt 111 Millionen Fluggästen (2017).

Airbus hat bis Ende Oktober 890 feste Aufträge für die A350 XWB-Familie erhalten, von denen über 220 bereits ausgeliefert sind. Die Produktionsrate für den Widebody-Jet soll bis zum Ende dieses Jahres zehn Exemplare pro Monat erreichen. Damit sichert der Auftragsbestand eine Auslastung der Produktion bei unveränderter Fertigungsfrequenz für fünfeinhalb Jahre.

A350 XWB Betreiber

AirlineAnzahl (Erstlieferung)
Air Caraibes2 (02/17)
Air China4 (08/18)
Air Mauritius2 (10/17)
Asiana Airlines6 (04/17)
Cathay Pacific27 (05/16)
China Airlines14 (09/16)
Delta Air Lines11 (07/17)
Ethiopian Airlines9 (06/16)
Finnair11 (10/15)
French Bee2 (01/18)
Hainan Airlines2 (09/18)
Hong Kong Airlines5 (08/17)
Iberia2 (06/18)
LATAM Airlines9 (05/16)
Lufthansa11 (12/16)
Malaysia Airlines6 (11/17)
Philippine Airlines4 (06/18)
Qatar Airways35 (12/14)
Sichuan Airlines2 (10/18)
Singapore Airlines25 (02/16)
Thai Airways Intl.12 (08/16)
Vietnam Airlines12 (06/15)
Ungenannt1

Stand: 31. Oktober 2018

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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