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easyJet übernimmt 25 Flugzeuge von airberlin

Die britische Niedrigpreis-Airline easyJet hat sich mit der insolventen Fluggesellschaft airberlin über die Übernahme eines Teils der Flotte geeinigt. Beide Seiten hoffen darauf, dass der Deal bis Dezember abgeschlossen sein wird.

29.10.2017

easyJet hat sich mit airberlin über die Übernahme von 25 Airbus A320 geeinigt. © easyJet

Unter der Voraussetzung, dass die Behörden dem Deal zustimmen, wird easyJet einen Teil der insolventen deutschen Fluggesellschaft zu einem Preis von 40 Millionen Euro übernehmen. Konkret geht es um Teile des Flugbetriebs am Flughafen Berlin-Tegel inklusive der Slots und Streckenrechte sowie insgesamt 25 Airbus A320. Die beiden Verhandlungspartner hatten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag geeinigt. In dieser Nacht hatte die airberlin ihren Flugbetrieb eingestellt.

Übernahme von bis zu 1.000 Mitarbeitern

easyJet will bis zu 1.000 ex-airberlin-Mitabeiter rekrutieren. Sie sollen in den kommenden Monaten eingestellt und nach easyJet-Standard trainiert werden. Die britische Airline benötigt vor allem Piloten und Kabinenpersonal. Sie werden nach deutschen Gesetzen angestellt. Die Bezahlung erfolgt nach einem Tarifvertrag, den easyJet mit der Gewerkschaft ver.di ausgehandelt hat.

easyJet hat in Berlin-Schönefeld ein zwölftes Flugzeug stationiert. © easyJet

easyJet will von Tegel aus innerdeutsche und innereuropäische Verbindungen anbieten. Diese sollen neben den bereits angebotenen Flügen ab der easyJet-Basis in Berlin-Schönefeld durchgeführt werden. Nach Angaben der Airline wird easyJet durch die Übernahme zur führenden Fluggesellschaft in Berlin aufsteigen. Im Winterflugplan 2017/18 wird es noch einen eingeschränkten Flugplan geben. Zum Sommerflugplan 2018 würde der volle Flugplan angeboten.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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